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Serverless selbst aufsetzen

Das Grundprinzip von Functions as a Service ist für viele Entwickler attraktiv, aber nicht immer besteht die Möglichkeit, die zu verarbeitenden Daten einfach in die Cloud zu schicken. Durchaus sinnvoll kann es daher sein, die Serverless-Prinzipien auf die eigene Infrastruktur zu übertragen. Das ist vor allem vorteilhaft, wenn ein Angebot auf Docker-Basis genutzt werden kann und bereits eine Container-Infrastruktur vorhanden ist. Aus Sicht des Entwicklers wäre die Arbeit mit so einer Plattform genauso serverless wie die Nutzung eines FaaS-Dienstes aus der Cloud.

Open Source im Eigenbau

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Damit FaaS lokal sinnvoll genutzt werden kann, sollte die On-Premise-Lösung nicht in Form von einzelnen Containern, sondern auf Basis einer Orchestrierungsschicht laufen. Zudem sollten mehrere Runtime-Environments und die wichtigsten Features für Event-gesteuerte Programmierung unterstützt werden.

Das Projekt Open FaaS versucht, genau dieses Versprechen einzulösen. Als ein Framework für den Bau von FaaS-Applications unterstützt Open FaaS sowohl Kubernetes als auch Docker Swarm. Mit einer Integration in das Cloud-Monitoring-Tool Prometheus wird eine Autoskalierung angeboten, die auf Basis von verschiedenen Metriken mehrere Instanzen der ausgerollten Funktion hochfährt, wenn etwa die Last steigt. Entwickler haben standardmäßig die Wahl zwischen NodeJS, Python, Go und Ruby, können aber prinzipiell jede beliebige Programmiersprache verwenden - schließlich läuft jede Komponente in einem Container. Damit der Einstieg möglichst schnell gelingt, stellt das Projekt einen umfangreichen Workshop sowie eine ausführliche Dokumentation zur Verfügung.

Grundlage kommerzieller Angebote frei verfügbar

Iron Functions von Iron.io hat eine bewegte Geschichte hinter sich, ist aber bei (ehemaligen) AWS-Lambda-Nutzern sehr beliebt. Iron Functions orientiert sich stark an den Serverless-Funktionen von Amazon und kann bei Bedarf bestehende Funktionen von Lambda importieren und oft ohne Modifikationen ausführen. Als Orchestrierungsschicht werden Rancher beziehungsweise Kubernetes in gewissen Teilen unterstützt.

  • Mögliche Anwendung von FaaS laut Alibaba Cloud (Quelle: Alibaba Cloud)
  • Mögliche Anwendung von FaaS laut Alibaba Cloud (Quelle: Alibaba Cloud)
  • Der lange Weg von der Legacy-Anwendung hin zu Microservices und FaaS (Quelle: Swisscom)
  • Abgrenzung IaaS, CaaS, PaaS und FaaS (Quelle: Alibaba Cloud)
  • Logische Architektur von OpenWhisk (Quelle: Apache.org)
Logische Architektur von OpenWhisk (Quelle: Apache.org)
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Wer sich bereits mit FaaS beschäftigt hat, stößt zwangsläufig auf IBM. Mit Bluemix existiert schon länger ein Angebot, welches sich im Serverless-Bereich vor allem an Konzerne richtet. Die Grundlage dieser Cloud-Plattform steht mittlerweile als Open-Source-Projekt zur Verfügung und trägt den wohlklingenden Namen Open Whisk. Die verteilte Serverless-Plattform läuft nativ unter Docker mit Docker Compose, unter Mesos oder auf Basis von Kubernetes sowie Openshift.

Von Haus aus unterstützt werden neben NodeJS und Swift auch Java, Go, Scala, Python, PHP und Ruby. Selbstverständlich steht es dem Entwickler frei, eigene Laufzeitumgebungen einzupflegen. Im Vergleich zu Iron Functions und Open FaaS gilt Open Whisk als eher komplex, da vom Entwickler Kenntnisse mehrerer Werkzeuge vorausgesetzt werden, die im Ökosystem zum Einsatz kommen. Open Whisk ist für alle Entwickler interessant, die auf Basis der On-Premise-Lösung und dem Cloud-Angebot von IBM eine hybride Landschaft bauen wollen oder schlicht Code in Programmiersprachen schreiben möchten, die von anderen On-Premise-Angeboten nicht unterstützt werden.

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flauschi123 12. Nov 2018

BPM Systeme koennen das seit Jahrzehnten. AWS Stepfunctions sind auch nur eine kleine...

logged_in 09. Nov 2018

Hast Du dich schon mal mit Skalierung auseinandergesetzt? Wo du um Kubernetes nicht umher...

ThomasSV 09. Nov 2018

Seit in irgendeiner (IMO Gartner-) Studie stand, dass man damit irrsinnig Geld spart...


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