Server und Storage: Fujitsu will Standort Paderborn schließen
Der Forschungs- und Entwicklungsstandort für Server und Storage von Fujitsu Deutschland in Paderborn wird geschlossen und nach Japan verlagert. Das hat die Konzernführung entschieden, 580 Beschäftigte sind betroffen.
Fujitsu will sich komplett aus Paderborn zurückziehen, 580 Beschäftigte sind davon betroffen. Sie wurden am 19. Oktober 2015 auf einer Betriebsvollversammlung über die Pläne der Konzernleitung informiert. Wie die Neue Westfälische berichtet, soll den Mitarbeitern bis zum 30. September 2016 gekündigt werden. Der Standort soll bis Ende Dezember 2016 aufgelöst werden, wie Sprecher Michael Erhard sagte.
Das Unternehmen lege Wert darauf, dass "noch nichts beschlossen" sei und alles "vorbehaltlich der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern" zu gewichten sei, doch Hoffnung auf eine grundsätzlich positive Wende gibt es unter den Mitarbeitern nicht.
Angeblich werden nicht alle 600 entlassen
Zuständig für den Betrieb, wo zuvor schon Arbeitsplätze vernichtet wurden, ist die IG Metall. Erhard hat Golem.de den Bericht grundsätzlich bestätigt. "Es ist aber nicht so, dass 600 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Es gibt unterschiedliche Maßnahmen wie Altersteilzeit bis hin zum Wechsel an andere Standorte", sagte er. Es sei vorstellbar, dass der Bereich Recycling unter anderer Trägerschaft weitergeführt werden könne. "Wir sind heute am Tag Null, die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern laufen erst an", sagte Erhard.
An dem Standort betreibt der japanische Konzern Forschung und Entwicklung, die beiden anderen in Deutschland sind Augsburg und München. In Paderborn werde primär die Entwicklung von Servern und Storagesystemen betrieben. Es sei eine konzernpolitische Entscheidung, dies in Japan zu konzentrieren. Weitere Bereiche in Paderborn seien Marketing und Controlling.
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