Server-Prozessoren: Intel präsentiert die Xeon-Max-Prozessoren und Grafikkarten
Neben Sapphire-Rapids-Prozessoren mit 56 Kernen und HBM-Speicher gibt es GPUs mit bis zu 128 Xe-Cores.
Intel präsentiert die lange erwarteten Xeon-Max-Prozessoren (Sapphire Rapids HBM) zusammen mit den Intel Data Center GPU Max Series (Ponte Vecchio). Die Prozessoren wurden rundum erneuert und auf die Bedürfnisse aktueller Workloads angepasst. Beide Chips werden auch im Aurora-Supercomputer verbaut, der mehr als 2 Exaflops leisten soll.
Der Xeon Max ist Intels erster und bisher einziger Prozessor mit HBM-Speicher. Für Anwendungen lässt sich dieser wie gewöhnlicher RAM ansprechen, es sind also keine Änderungen am Code notwendig, um die höhere Bandbreite nutzen zu können. Anwendungen, die davon profitieren, sind unter anderen Klimamodellierungen, AI-Berechnungen und Umweltsimulationen etwa der Öl- und Gasindustrie.
Der Prozessor enthält bis zu 56 Performance-Kerne, die auf vier Chiplets verteilt sind. Diese sind mit Intels Embedded-Multi-Die-Interconnect-Bridge (EMIB) verbunden. Die Leistungsaufnahme ist mit bis zu 350 Watt angegeben. Pro Prozessor sind 64 GByte HBM-Speicher verbaut. Bei mehr als 1 GByte pro Kern sieht Intel aktuell die gängigen HPC-Workloads abgedeckt. Außerdem vorhanden sind PCIe Gen5 und CXL1.1.
Speicherbandbreite war bisher ein Flaschenhals
Der Bedarf an steigender Rechenleistung ist eine Konstante, die Speicherbandbreite steigt jedoch bisher nicht proportional zur Rechenleistung. AMD hat mit dem Milan-X bereits mit besonders großen Caches Erfolge erzielt, sobald aber größere Modelle aus dem Arbeitsspeicher geladen werden müssen, ist eine hohe Transferrate an dieser Stelle unerlässlich.
Molekulardynamik mit DeePMD zeigt, dass Speicherdurchsatz für diesen Anwendungsfall wichtig ist. Laut Intel kann eine Verbesserung um das 2,8-Fache gegenüber Prozessoren mit DDR-Speicher erzielt werden. Weitere Vergleiche mit eigenen Produkten sowie jenen der der Konkurrenz zeigt Intel in den Präsentationsfolien.