Server-Prozessor: Intels Skylake-EX bietet 28 Kerne und sechs Speicherkanäle

Eine im Anandtech-Forum veröffentlichte(öffnet im neuen Fenster) Präsentation ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) zeigt Intels Pläne im Server-Markt. Die als Purley bezeichnete Plattform dient als Basis für Prozessoren vom Typ Skylake-EP und Skylake-EX, also die übernächste Generation der Xeon E5 und Xeon E7 . Die Skylake-Chips für die Purley-Plattform sollen bis zu 28 CPU-Kerne, sechs Speicherkanäle und ein integriertes Fabric mit optischer Datenübertragung (Silicon Photonics) bieten. Hergestellt werden die Prozessoren im 14-nm-FinFET-Verfahren.






Intel spricht auf den Folien vom größten Fortschritt seit der Nehalem -Architektur. Die war 2008 ziemlich revolutionär – erstmals gab es bei Intel einen integrierten Speichercontroller, drei RAM-Kanäle und (abseits von Penryn-Mobile- und Itanium-Chips) einen Turbo-Modus für alle CPU-Kerne. Für die Purley-Plattform verspricht Intel nun eine komplett neue Speicherarchitektur; andere Folien sprechen von DDR4-RAM und sechs statt wie bisher vier Speicherkanälen. Die Anzahl der CPU-Kerne steigt von bis zu 18 bei Haswell-EX auf bis zu 24 bei Broadwell-EX und auf bis zu 28 bei Skylake-EX.
Die Purley-Plattform soll die erste mit integrierten FPGAs werden, zudem bietet jeder Chip 48 PCIe-3.0-Lanes. Der Lewisburg-Chipsatz fügt pro Mainboard 20 weitere hinzu, außerdem liefert er Schnittstellen wie zehn USB-3.0-, 14 Sata-6-GBit/s- und vier 10-GBit-Ethernet-Ports.






Der neue Sockel P unterstützt bis zu acht Prozessoren, statt per QPI-Schnittstelle kommunizieren diese per UPI. Damit sollen bis zu 10,4 statt bisher 9,6 Gigatransfers pro Sekunde erreicht werden. Die einzelnen Boards werden durch das Omni Path genannte Fabric verbunden, dieses arbeitet auf Basis von Silicon Photonics und soll bis zu 100 GBit pro Sekunde übertragen.
Erste Purley-Systeme dürften der Roadmap zufolge frühestens 2017, eher aber 2018 erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt soll AMDs Zen-Architektur in Server-Chips stecken; wie viele Kerne diese bieten, ist noch nicht bekannt. Intels Purley-Plattform könnte aber eine Nummer zu groß sein.