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Server: Google macht ARM

Google soll seine eigenen Serverprozessoren mit ARM-Architektur entwickeln. Damit würde sich das Unternehmen von Intel lösen und zudem Hardware einsetzen, die besser an die Google-Software angepasst ist.
/ Marc Sauter
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Googles Rechenzentrum in The Dalles, Oregon (Bild: Google)
Googles Rechenzentrum in The Dalles, Oregon Bild: Google

Gerüchte, wonach Google an eigenen Prozessoren arbeitet, gibt es seit Jahren – spätestens seit dem Kauf von Agnilux 2010. Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat sich Google näher damit beschäftigt, eigene Prozessoren zu designen, was in zweierlei Hinsicht von Vorteil ist: Google wäre weniger abhängig von Intel und könnte zugleich die Verzahnung von Hardware sowie Software besser steuern, ähnlich wie Apple.

Unklar ist an dieser Stelle, in welchen Bereichen Google die ARM-Prozessoren einsetzt. So sind beispielsweise Chips für Microserver denkbar – Switches baut Google schon jetzt in Eigenregie. Prozessoren aus eigener Entwicklung sind zwar zu Beginn teuer, da sie erst entworfen werden müssen, danach ist die Symbiose aus Recheneinheit und Anwendungen aber meist deutlich effektiver als bei Chips von anderen Herstellern. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Kombination aus den von Apple entwickelten Prozessoren und iOS.

Der aktuelle A7-Chip basiert auf einer 64-Bit-Architektur, mit der ARMv8-Technik ist eine entsprechende Entwicklung auch im ARM-Segment angekommen. Nachdem AMD bereits Serverprozessoren wie den Hierofalcon auf Basis dieser Architektur angekündigt hat, erscheint es nur logisch, dass auch Google eigene ARM-Prozessoren entwickelt. Dies würde jedoch bedeuten, dass künftig weniger Chips von Intel eingesetzt werden – Google zählt zu den Unternehmen, welche die meisten Server-Prozessoren kaufen.

Google-Sprecherin Liz Markman sagte Bloomberg(öffnet im neuen Fenster), Google arbeite ständig daran, die weltbeste Infrastruktur zu entwickeln, Hardware eingeschlossen. Ob der Konzern auch eigene ARM-Prozessoren entwickelt, ließ sich Markman nicht entlocken.


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