Server: Erste Details zu Emerald Rapids
Während Intel Mühe hat, die aktuelle Generation der Server-Prozessoren auf den Markt zu bringen, gibt es Informationen zum Nachfolger.
Die auf Sapphire Rapids folgenden Chips werden laut dem Leaker Yuuki bis zu 64 Kerne haben und wie gehabt auf der Eagle-Stream-Plattform laufen. Für Sapphire Rapids sind es stand jetzt bis zu 56. Die TDP für die Prozessoren beträgt 350 Watt. Der UPI-Interconnect wird mit 20GT/s gegenüber 16GT/s um 25 Prozent schneller.
Auch beim Arbeitsspeicher werden höhere Geschwindigkeiten unterstützt. In 1DPC-Bestückung (DIMM-per-Channel) wird jetzt DDR5-5600 angegeben. Bei zwei Modulen pro Kanal bleibt es bei DDR5-4800. Pro Sockel sind bis zu 16 Module möglich. Außerdem kommen TDX (Trust Domain Extensions) für Hardwareisolierung von virtuellen Maschinen dazu.
Die Prozessoren werden für das System mit bis zu acht Sockeln kompatibel sein. Pro CPU gibt es 80 PCIe Gen5 Lanes und Unterstützung für PCIe-Bifurcation, um die Lanes flexibel einzelnen Geräten zuweisen zu können.
Weitere Verschiebungen wären sehr ärgerlich
Zur Timeline hat Intel selbst sich kürzlich geäußert. Emerald Rapids ist aktuell in Entwicklung und man habe "high-confidence" darin, dass durch die verbesserten Validierungsprozesse seit Sapphire Rapids die Produkte dieses Mal auch reibungslos in die Produktion gehen und in der Praxis liefern, was die Tests versprechen. Emerald Rapids ist für 2023 geplant, während Sapphire Rapids mutmaßlich sogar im selben Jahr erscheinen wird, sofern der aktuelle Zeitplan eingehalten wird.
Intel gerät im Hinblick auf Zen4 mit 3D-Vcache zunehmend in Zugzwang, die angekündigten Plattformen und Prozessoren auch zeitnah zu liefern. Und mit ARM-Prozessoren gibt es auf dem Servermarkt mittlerweile weitere Konkurrenz, die je nach Workload durchaus nicht ignoriert werden kann. Betrachtet man das Gesamtpaket, können sowohl Intel als auch AMD durch Features ein besseres Gesamtpaket liefern. Aber darauf ausruhen kann sich keiner der beiden Konkurrenten.