Server-CPU: Intels Xeons bekommen Iris-Pro-Grafik
Auf der Konferenz Citrix Cinergy hat Intel neue Xeon-Prozessoren angekündigt. Darüber berichtet der Chiphersteller in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster). Demnach werden die für Systeme mit einem Sockel vorgesehenen Xeon E3-1200 v3 mit Haswell-Kernen, die es bisher bei einigen Modellen nur mit HD Graphics gibt, bald um Iris Pro erweitert. Die Serverbausteine erhalten also Intels schnellste Grafiklösung, ob sie wie bei den bereits verfügbaren Desktop- und Notebook-CPUs mit Iris Pro(öffnet im neuen Fenster) auch mit Embedded DRAM ausgestattet werden, gab Intel noch nicht bekannt – dem Name nach müsste dies aber der Fall sein.
Die Iris-Xeons sind nicht nur für solche Workstations vorgesehen, auf denen vor allem prozessorlastige Anwendungen laufen. Intel nennt in seinem Blog auch ausdrücklich Remote-Anwendungen aus den Bereichen CAD, 3D-Modellierung und Videoschnitt. Dabei können die GPUs als Beschleuniger eingesetzt werden. Das bei vielen Dienstleistern heute stark wachsende Echtzeit-Transkodieren von Videos für Streaming-Auslieferung erwähnt Intel ebenfalls.
Für solche Anwendungen in einem Rechenzentrum ist Virtualisierung wichtig, was nun auch mit den Grafikkernen klappt. Intel nennt das Konzept Graphics Virtualization Technology (GVT) und erklärt es auf einer neuen Webseite(öffnet im neuen Fenster). GVT gibt es bisher in drei Versionen, die unterschiedliche Abstrahierungsgrade der Hardware unterstützen. Bei der neuesten Variante, GVT-g, kann in einer virtuellen Maschine auch der Grafiktreiber selbst installiert werden, er reicht die Befehle dann über den Hypervisor an die GPU weiter. Das funktionierte bisher schon unter Xen, der Codename für die Technik lautete XenGT.
Nicht nur Xen, sondern auch Citrix soll GVT unterstützen, als einzigen Serveranbieter nennt Intel bisher HP. Wann die neuen Xeons auf den Markt kommen, gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Mit einer Verfügbarkeit noch vor den weiteren Haswell-Xeons, die für Herbst 2014 erwartet werden, ist jedoch zu rechnen.
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