Server-CPU: AMDs Genoa-Epyc soll 96 Kerne nutzen

Passend dazu gibt es offenbar zwölf DDR5-Speicherkanäle, was einen neuen Sockel erfordert. Das Chiplet-Design wird auf die Spitze getrieben.

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Roadmap mit Epyc Genoa samt Zen-4-Technik in 5 nm
Roadmap mit Epyc Genoa samt Zen-4-Technik in 5 nm (Bild: AMD)

AMDs übernächste Generation an Server-CPUs soll 50 Prozent mehr CPU-Kerne aufweisen als bisher. Wie ExecutableFix bei Twitter vermeldet, stecken gleich 96 Cores in den intern Genoa genannten Epyc-Prozessoren. Damit einher gehen auch mehr Speicherkanäle, ein neuer RAM-Typ und ein entsprechender Sockel.

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Derzeit verkauft AMD noch die Epyc 7002 (Rome) mit Zen-2-Technik, in wenigen Wochen erfolgt der Start der Epyc 7003 (Milan) mit Zen-3-Architektur. Beide haben bis zu 64 Kerne, laufen in Systemen mit dem Sockel SP3 und nutzen acht Kanäle für DDR4-Speicher, gefertigt werden die CPUs mit 12 nm (I/O-Die) und 7 nm (Cache/Compute-Die).

Für Genoa wird die 5-nm-Fertigung von TSMC genutzt, AMD soll 1+12 statt 1+8 Chiplets verwenden: Es bleibt bei einem I/O-Die, welches mit bis zu zwölf achtkernigen CCDs kombiniert wird. Das I/O-Die soll entsprechend der 96 statt 64 Kerne von acht auf zwölf Speicherkanäle erweitert werden, DDR5 statt DDR4 ansteuern und 128 PCIe-Lanes mit Gen5 statt Gen4 aufweisen.

Sockel SP5 für 400 Watt

Weil DDR5-Speicher mit mehr Kanälen verwendet wird, muss eine neue Fassung her: Der Sockel SP5 soll den bisherigen Sockel SP3 ersetzen und noch einen weiteren Vorteil haben. Die thermische Verlustleistung der Epyc Genoa soll von regulär 225 Watt auf 320 Watt steigen, spezielle CPUs sind ExecutableFix zufolge sogar für 400 Watt ausgelegt - bisher war bei 280 Watt das Limit.

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Laut Chiphell wird BF16 als Format für künstliche Intelligenz unterstützt, zudem erstmals AVX-512. AMDs offizielle Roadmap führt Genoa für 2022, wobei Ende des Jahres eher anzunehmen ist statt Anfang. Ein bekanntes System für die übernächste Epyc-Generation ist der El Capitan, ein Supercomputer des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL).

  • Übersicht kommender Supercomputer (Bild: HPE)
Übersicht kommender Supercomputer (Bild: HPE)

Der El Capitan soll eine Geschwindigkeit von bis 1,5 Exaflops (FP64) aufweisen und 2023 in Betrieb genommen werden. Neben Genoa-CPUs kommen Instinct-Beschleuniger von AMD zum Einsatz, womöglich MI300 genannt - aktuell sind die Instinct MI100 mit 32 GByte HBM2-Stapelspeicher.

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Tragen 02. Mär 2021

Das kenne ich sehr gut. Alles easy und im laufenden Betrieb könnten doppelt so viele VMs...

nohoschi 01. Mär 2021

96 Kerne? X86_64? Kein verlöteter Hauptspeicher oder SSD? Es laufen bereits ab Werk...

Mixermachine 01. Mär 2021

Die 8er Chiplets werden aktuell in jedem CPU Produkt von AMD verwendet. Von Entrylevel...



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