Series 6 im Test: Die Apple Watch zwischen Sport, Schlaf und Sättigung

Detailverbesserungen und ein weiterer Sensor: Das Upgrade auf die neue Series 6 lohnt sich vor allem für bestimmte Besitzer des Vorgängers.

Ein Test von veröffentlicht am
Dieses neue Zifferblatt für die Apple Watch Series 6 erinnert deutlich an einen Uhrenklassiker von Rolex.
Dieses neue Zifferblatt für die Apple Watch Series 6 erinnert deutlich an einen Uhrenklassiker von Rolex. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)

"Guten Abend, gute Nacht": Seit kurzem gehe ich mit diesem Kinderlied als Ohrwurm zu Bett. Das liegt daran, dass die Apple Watch Series 6 um 23 Uhr die ersten Akkorde des Songs piepst - auf diesen Zeitpunkt habe ich den Timer der neuen Schlafanalyse eingestellt.

Inhalt:
  1. Series 6 im Test: Die Apple Watch zwischen Sport, Schlaf und Sättigung
  2. Der verpennte Akku-Boost
  3. Apple Watch Series 6: Verfügbarkeit und Fazit

Die Schlafanalyse ist für mich eine der interessanteren Neuerungen der aktuellen Apple Watch. Allerdings: Sie ist nicht der Series 6 vorbehalten - sondern gehört zu Watch OS 7 und steht somit auch Vorgängermodellen zur Verfügung. Warum ich sie hier trotzdem zuerst erwähne, erkläre ich später.

Die größte Neuerung der Series 6 ist das sogenannte Pulsoxymeter. Das ist ein Sensor, der die Sättigung des Blutes mit Sauerstoff misst. Mich hat es etwas irritiert, dass Apple diese Funktion bei der Ankündigung der neuen Watch und auf seiner Webseite so in den Vordergrund gestellt hat. Denn: Pulsoxymeter gibt es in Wearables schon seit zwei, drei Jahren - sogar in einfachen Fitnesstrackern.

Mir war nicht klar, ob Apple hier irgendwas anders macht. Um es deutlich zu sagen: nicht wirklich. Der Sensor von Series 6 verlangt anders als die in den Sportuhren von Garmin oder Fitbit, dass ich die Uhr mit dem Zifferblatt nach oben wirklich ganz ruhig halte. Dann zeigt die Apple Watch genau 15 Sekunden lang eine sehr hübsche Animation. Und dann das Ergebnis, das im Normalfall zwischen 95 und 100 Prozent liegt - dann ist soweit alles in Ordnung.

  • Apple Watch Series 6 ist auch beim Sport sehr angenehm zu tragen. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Die neue Sensoreinheit auf der Rückseite der Apple Watch (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Die Messung der Sauerstoffsättigung wird von einer schicken Animation begeleitet. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Das Ergebnis wird dann recht nüchtern präsentiert. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Eines der neuen Zifferblätter ... (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • ... und die Always-on-Version (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Für dieses Zifferblatt ... (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • ... gibt's eine eher ungewöhnliche Always-on-Version. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Die Schlafanalyse von Watch OS 7 auf der Series 6 (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Fitnessdaten auf der neuen Apple Watch (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Auf dem iPhone wird die Sauerstoffsättigung mit dieser kargen Grafik dargestellt. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • So gut habe ich in den vergangenen Tagen geschlafen. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Einige Optionen der Schlafanalyse auf dem iPhone (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
Apple Watch Series 6 ist auch beim Sport sehr angenehm zu tragen. (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
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Ich könnte mir vorstellen, dass sich Apple mit dem Pulsoxymeter mehr Mühe gegeben hat als einige Wettbewerber und dass das Ergebnis in der Theorie genauer ist. In der Praxis zeigt das Ding die gleichen Werte wie die Konkurrenz. Wenn Series 6 mal unter die Grenze von 95 Prozent rutscht, mache ich ein Minute später noch eine Messung, bekomme dann nicht selten 100 Prozent angezeigt - das ist aber bei allen Wearables so, die ich kenne.

Trotzdem ist die Messung der Sauerstoffsättigung eine sinnvolle Funktion, allerdings nur für bestimmte Zielgruppen. Wer sich etwa Sorgen macht, nachts wegen Schnarchen nicht genug Sauerstoff zu bekommen (Schlafapnoe), kann die Sättigung nun auch von der Apple Watch analysieren lassen.

Apple Watch Series 6 (GPS + Cellular, 40 mm) Aluminiumgehäuse Space Grau, Sportarmband Schwarz

Mir ist die Funktion vor allem in Gebirge wichtig, denn auch in großen Höhen könnte die Sauerstoffsättigung zu weit sinken. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen: Ich muss wegen einer kleinen gesundheitlichen Störung ein bisschen auf den Wert aufpassen und finde es klasse, dass das mit Smartwatches so einfach geht - wobei es mir egal ist, ob ich mit der Apple Watch oder mit einem anderen Wearable messe.

Das Pulsoxymeter hat aber noch einen weiteren Vorteil: Apple hat offenbar für die benötigten Zusatz-LEDs den gesamten optischen Sensor von Grund auf überarbeitet, was auch die Herzfrequenzmessung am Handgelenk betrifft.

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Der verpennte Akku-Boost 
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Lapje 13. Okt 2020

Bitte? das ist doch wohl die heftigste Form der Relativierung, die ich hier seit langem...

himbuin 13. Okt 2020

Dieses Ärgernis lässt sich recht leicht umgehen. Wenn Du abends und morgens Sport machst...

.v- 08. Okt 2020

Na das ist einfach zu beantworten: Das macht die Uhr gar nicht. Ja, Bewegung und ab und...

.v- 08. Okt 2020

Neben dem typischen "Probier es aus und du merkst den Unterschied zu den anderen...

nuclear 06. Okt 2020

Weil eine genaue Messung der Körpertemperatur einfach schwierig ist. Vor allem da die Uhr...



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