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Serie zu Freitag, der 13.: Crystal Lake verliert den Showrunner - und Charlize Theron

Bryan Fuller ist bekannt dafür, Serien auch vor dem Ende ihrer Entwicklung zu verlassen. Diesmal ist er nicht freiwillig gegangen.
/ Peter Osteried
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Nicht Eishockeymaskenkiller Jason Voorhees, sondern seine Mutter Pamela hätte die Hauptfigur in der Serie Crystal Lake sein sollen. (Bild: Paramount)
Nicht Eishockeymaskenkiller Jason Voorhees, sondern seine Mutter Pamela hätte die Hauptfigur in der Serie Crystal Lake sein sollen. Bild: Paramount

Es ist schon einige Zeit her, dass die Serie Crystal Lake, die ein Prequel zu Freitag, der 13. sein sollte, angekündigt wurde. Nun hat TheWrap(öffnet im neuen Fenster) einen detaillierten Report veröffentlicht, was hinter den Kulissen alles schiefgelaufen ist. Die Serie sollte von A24 für den Streaming-Dienst Peacock produziert werden. Als Schöpfer und Showrunner wurde Bryan Fuller (Hannibal) verpflichtet. Nach zwei Jahren der Entwicklung wurde er gefeuert. Crystal Lake befindet sich seither in einem produktionstechnischen Limbo. Wie kam es dazu?

Jasons Mutter

Der Hauptgrund scheint Geld zu sein. Fuller wollte eine richtig teure Serie machen. Die Rede ist von einem Budget von knapp zehn Millionen Dollar pro Folge. A24 wollte allenfalls die Hälfte ausgeben. Das von Fuller gewünschte Budget hätte aber auch einen Besetzungscoup möglich gemacht. Charlize Theron befand sich in ernsthaften Gesprächen, die Rolle von Pamela Voorhees anzunehmen. Das ist Jasons Mutter und die Mörderin im ersten Film der Freitag-der-13.-Reihe.

Kurz bevor die Produktion im letzten Mai beginnen sollte, wurden Fuller und Jim Danger Gray als Showrunner gefeuert. Die Entscheidung wurde wohl von A24 getroffen, während man Peacock darüber im Unklaren ließ.

Die Serie sollte direkt nach dem Moment, in dem der junge, behinderte Jason Voorhees ertrinkt, weil die Camp-Aufseher nicht aufgepasst haben, beginnen. Im ersten Film ist nämlich noch nicht Jason Voorhees (der spätere Eishockey-Maskenträger) der Killer, sondern seine Mutter. Der Plan für die Serie sah vor, über mehrere Staffeln hinweg die ersten vier Filme neu zu erzählen, aber als eine Dekonstruktion von deren Geschichten.

Reichlich Probleme

Die Probleme der Serie häuften sich. A24 wollte Autoren, die die Show entwickelten, nicht bezahlen. Erst als offizielle Mitglieder des Autorenstabs sollten sie Geld bekommen. Fuller wiederum wandte immer weniger seiner Zeit für Crystal Lake auf und entwickelte einen Film namens Dust Bunny. Einer der Autoren sollte Kevin Williamson (Scream) sein. Er sollte den Höhepunkt der ersten Staffel schreiben, der auf einem zugefrorenen Crystal Lake spielt. A24 hatte wohl eigene Probleme, da die Show größer wurde, als sich das Studio vorstellte, zumal dies das erste Mal war, dass die Firma sich eines Franchise-Themas annahm. Momentan ist Crystal Lake ohne Showrunner. Es heißt, dass Nick Antosca (Channel Zero) im Rennen ist, den Posten zu übernehmen. Er würde dann wohl von vorne mit der Entwicklung beginnen. Es wird also so oder so noch lange dauern, bis Crystal Lake entsteht – wenn es überhaupt so weit kommt.


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