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Serge Haroche und David Wineland: Nobelpreis für Grundlagen der Quantenbeobachtung

Den Nobelpreis für Physik im Jahr 2012 teilen sich ein französischer und ein US-Wissenschaftler. Serge Haroche und David Wineland haben voneinander unabhängig Verfahren zur Beobachtung von Quanteneffekten entwickelt, die auch den Weg zu Quantencomputern ebneten.

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Serge Haroche (l.) und David Wineland
Serge Haroche (l.) und David Wineland (Bild: Nobel Prize Foundation)

Der Franzose Serge Haroche und der US-Amerikaner David Wineland teilen sich den mit rund 930.000 Euro dotierten Nobelpreis für Physik. Das Preisgeld wurde 2012 wegen der Wirtschaftskrise um 20 Prozent gekürzt. Beide Wissenschaftler haben Methoden zur Beobachtung von quantenmechanischen Effekten entwickelt, die eine Messung weitgehend ohne Eingriff in das System erst möglich machten.

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Wineland, der vor allem am Institut NIST in Boulder, US-Bundesstaat Colorado, tätig war, benutzte für seine Messungen Photonen, mit denen er Ionen beschoss. Die Quantenzustände konnte er so feststellen. Haroche wählte am Pariser Collège de France den entgegengesetzten Ansatz: Er nutzte eine Photonenfalle, durch welche die Ionen geschickt wurden.

Beide Methoden, welche die Wissenschaftler schon in den 1990er Jahren entwickelten, stellten sich je nach Einsatzgebiet als geeignet heraus, um die quantenmechanischen Zustände von Systemen zu messen. Dass sich die Zustände verändern, war bereits vorher bekannt. Die Forschung der beiden ausgezeichneten Wissenschaftler machte es aber möglich, die Systeme weitgehend ohne Einfluss der Messung zu beobachten. Dafür erhielten beide nun den Nobelpreis. Die Arbeit der Wissenschaftler gilt auch als eine der Voraussetzungen für die Entwicklung von Quantencomputern.

Am kommenden Mittwoch, dem 10. Oktober 2012, wird der Nobelpreis für Chemie bekanntgegeben, es folgen an den nächsten Tagen die Ehrungen für Literatur und der Friedensnobelpreis. Die Auszeichnungen werden in der kommenden Woche persönlich in Stockholm übergeben.



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frnkbrnhrd 09. Okt 2012

Ich will ja auch nicht kleinlich sein, aber wenn die Stelle schon erwähnt wird, dann...


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