Warum uns diese Fortschritte nichts bringen und was zu tun bleibt

Das Problem: Keine dieser Varianten kommt als Lösung infrage. Entweder werden sie von Google schlecht gerankt oder ergeben als Selbstbezeichnung auf einer Website schlicht keinen Sinn. In einigen Fällen trifft sogar beides zu.

Stellenmarkt
  1. Scrum Master m/w/d
    Elektrophoenix GmbH, Blomberg
  2. Firewall- und Netzwerkengineer (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München, Bayreuth
Detailsuche

Der Schrägstrich und das Gendersternchen bringen uns für das Ranking bei Google leider gar nichts. Die anderen Optionen sind auch nicht das Wahre. Wenn ich auf meiner Website Eigenbeschreibungen wie "Ich bin Informatiker und Informatikerin", "Ich bin Informatiker/in", "Ich bin Informatiker (m/w/d)" oder "Ich bin Informatiker*in" verwende, dürften mindestens diejenigen verwirrt sein, die sich mit Suchmaschinenoptimierung nicht auskennen.

Welche Möglichkeiten uns bleiben

Ein paar Lösungsansätze bleiben uns zum Glück noch:

1. Sei ein Mann
Wir könnten einfach die männlichen Bezeichnungen nutzen und in einer Fußnote auf den Hintergrund hinweise. Vorteil: Der Website-Besucher merkt, dass wir uns mit SEO auskennen. Nachteil: Sich als Mann ausgeben zu müssen, um Erfolg und Anerkennung zu erhalten, ist nicht für jede etwas.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.03.2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

2. Doppelt hält besser
Wer Ahnung von Webdesign hat, kann zwei identische Seiten gestalten: eine mit männlichen Bezeichnungen für die Auffindbarkeit auf Google. Eine weitere mit weiblichen Bezeichnungen, auf die die erste direkt weitergeleitet wird. Schlau umgesetzt wird diese Variante nicht als Duplicate Content bestraft.

3. Kreative Textkonzepte
Du kannst dich durchaus weiterhin als Frau darstellen und gleichzeitig männliche Begriffe auf deiner Website einbauen. Dafür musst du dir nur ein sinnvolles Konzept überlegen. Blogs und allgemein gehaltene Infotexte eignen sich dafür gut.

Was die Experten empfehlen

Angeblich gibt es eine Wunderlösung: Statt eines Schrägstrichs setzt du einen Bindestrich (etwa Informatiker-in). Google erkennt in diesem Falle zwei eigenständige Wörter (Informatiker und in). Das menschliche Auge soll den Bindestrich gar nicht wahrnehmen. Diesen Tipp gab mir ein männlicher Experte.

Betrachten wir also die Websites der beiden Frauen, die uns die Google-Suche ausgespuckt hat, dann zeigt sich Folgendes:

Die Texterin nutzt auf ihrer Seite mehrfach das Wort "Texter" anstelle von "Texterin". Außerdem ist ihre Domain sehr schlau gewählt: "www.texter-in-hamburg.de". Damit folgt sie quasi dem Tipp des männlichen SEO-Experten direkt in der Domain. Und weil die Wortkombination "Texter in Hamburg" selbst grammatikalisch korrekt ist, liest sich der Titel nicht komisch.

Hier sieht es etwas anders aus. Ein Blick im Schnelldurchlauf zeigt zwar nicht, dass sie statt "Texterin" "Texter" verwendet, aber im Screenshot ihrer Seite sieht man ganz oben, dass im Tab "Texter" steht.

Die Expertin plädiert dafür, sich keine Gedanken um das schlechte Ranking zu machen. Sie meint, wenn wir einfach stur sind, wird Google sich früher oder später anpassen. Schließlich wird der Algorithmus von Menschen entwickelt und kann verbessert werden.

Kathi Grelck ist selbständige Texterin, Übersetzerin und Lektorin aus Hamburg.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Männer fühlen sich von weiblichen Bezeichnungen nicht angesprochen
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Mars Attacks!
"Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz"

Viele Amerikaner fanden Tim Burtons Mars Attacks! nicht so witzig, aber der Rest der Welt lacht umso mehr - bis heute, der Film ist grandios gealtert.
Von Peter Osteried

25 Jahre Mars Attacks!: Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz
Artikel
  1. NIS 2 und Compliance vs. Security: Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?
    NIS 2 und Compliance vs. Security
    Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?

    Mit der NIS-2-Richtlinie will der Gesetzgeber für IT-Sicherheit sorgen. Doch gut gemeinte Regeln kommen in der Praxis nicht immer unbedingt auch gut an.
    Von Nils Brinker

  2. Cosmoteer im Test: Factorio im Weltraum
    Cosmoteer im Test
    Factorio im Weltraum

    Eine einzige Person hat über viele Jahre die Sandbox Cosmoteer entwickelt. Dort bauen wir Raumschiffe und kämpfen im All. Achtung, Suchtpotenzial!
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. Artemis I: Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt
    Artemis I
    Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt

    Die Testmission für Mondlandungen der Nasa Artemis I hat den Mond erreicht. In den kommenden Tagen macht sich die Orion-Kapsel auf den Rückweg.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN770 500GB 49,99€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • Seagate FireCuda 530 1TB 119,90€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 & P2 1TB 67,99€ • Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB 120 3er-Pack 42,89€ [Werbung]
    •  /