Warum uns diese Fortschritte nichts bringen und was zu tun bleibt

Das Problem: Keine dieser Varianten kommt als Lösung infrage. Entweder werden sie von Google schlecht gerankt oder ergeben als Selbstbezeichnung auf einer Website schlicht keinen Sinn. In einigen Fällen trifft sogar beides zu.

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Der Schrägstrich und das Gendersternchen bringen uns für das Ranking bei Google leider gar nichts. Die anderen Optionen sind auch nicht das Wahre. Wenn ich auf meiner Website Eigenbeschreibungen wie "Ich bin Informatiker und Informatikerin", "Ich bin Informatiker/in", "Ich bin Informatiker (m/w/d)" oder "Ich bin Informatiker*in" verwende, dürften mindestens diejenigen verwirrt sein, die sich mit Suchmaschinenoptimierung nicht auskennen.

Welche Möglichkeiten uns bleiben

Ein paar Lösungsansätze bleiben uns zum Glück noch:

1. Sei ein Mann
Wir könnten einfach die männlichen Bezeichnungen nutzen und in einer Fußnote auf den Hintergrund hinweise. Vorteil: Der Website-Besucher merkt, dass wir uns mit SEO auskennen. Nachteil: Sich als Mann ausgeben zu müssen, um Erfolg und Anerkennung zu erhalten, ist nicht für jede etwas.

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2. Doppelt hält besser
Wer Ahnung von Webdesign hat, kann zwei identische Seiten gestalten: eine mit männlichen Bezeichnungen für die Auffindbarkeit auf Google. Eine weitere mit weiblichen Bezeichnungen, auf die die erste direkt weitergeleitet wird. Schlau umgesetzt wird diese Variante nicht als Duplicate Content bestraft.

3. Kreative Textkonzepte
Du kannst dich durchaus weiterhin als Frau darstellen und gleichzeitig männliche Begriffe auf deiner Website einbauen. Dafür musst du dir nur ein sinnvolles Konzept überlegen. Blogs und allgemein gehaltene Infotexte eignen sich dafür gut.

Was die Experten empfehlen

Angeblich gibt es eine Wunderlösung: Statt eines Schrägstrichs setzt du einen Bindestrich (etwa Informatiker-in). Google erkennt in diesem Falle zwei eigenständige Wörter (Informatiker und in). Das menschliche Auge soll den Bindestrich gar nicht wahrnehmen. Diesen Tipp gab mir ein männlicher Experte.

Betrachten wir also die Websites der beiden Frauen, die uns die Google-Suche ausgespuckt hat, dann zeigt sich Folgendes:

Die Texterin nutzt auf ihrer Seite mehrfach das Wort "Texter" anstelle von "Texterin". Außerdem ist ihre Domain sehr schlau gewählt: "www.texter-in-hamburg.de". Damit folgt sie quasi dem Tipp des männlichen SEO-Experten direkt in der Domain. Und weil die Wortkombination "Texter in Hamburg" selbst grammatikalisch korrekt ist, liest sich der Titel nicht komisch.

Hier sieht es etwas anders aus. Ein Blick im Schnelldurchlauf zeigt zwar nicht, dass sie statt "Texterin" "Texter" verwendet, aber im Screenshot ihrer Seite sieht man ganz oben, dass im Tab "Texter" steht.

Die Expertin plädiert dafür, sich keine Gedanken um das schlechte Ranking zu machen. Sie meint, wenn wir einfach stur sind, wird Google sich früher oder später anpassen. Schließlich wird der Algorithmus von Menschen entwickelt und kann verbessert werden.

Kathi Grelck ist selbständige Texterin, Übersetzerin und Lektorin aus Hamburg.

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 Männer fühlen sich von weiblichen Bezeichnungen nicht angesprochen
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