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Sentinel-2A: Esa schießt Erdbeobachtungssatelliten ins All

Ein neuer europäischer Satellit umkreist die Erde: Sentinel-2A ist am frühen Morgen des 23. Juni 2015 ins All geschossen worden. Der Satellit nimmt hochauflösende Bilder der Erde auf, die frei verfügbar sein werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2A: überfliegt jeden beliebigen Ort auf der Erde alle zehn Tag
Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2A: überfliegt jeden beliebigen Ort auf der Erde alle zehn Tag (Bild: Esa/ATG Medialab)

Jetzt wird es scharf: Die europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) hat den Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2A ins All geschossen. Er wird Teil des europäischen Umweltüberwachungssystems Copernicus.

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Sentinel-2A hob am 22. Juni um 22:52 Uhr Ortszeit (23. Juni, 3:52 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) an Bord einer Vega-Trägerrakete vom Startplatz Kourou im französischen Überseedepartement Französisch-Guayana ab. Nach knapp einer Stunde Flugzeit wurde der Satellit in einer sonnensynchronen Umlaufbahn ausgesetzt.

Sentinel-2A lichtet die Erde ab

Gebaut wurde der rund 1,1 Tonnen schwere Satellit von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen. Er soll in einer Höhe von knapp 800 Kilometern die Erde umrunden und dabei hochauflösende Bilder der Erde in 13 verschiedenen Farbspektren aufnehmen. Der abgedeckte Bereich umfasst das sichtbare Spektrum sowie den Infrarotbereich. Der Satellit erfasst einen knapp 300 Kilometer breiten Streifen der Erdoberfläche.

Der Satellit überfliegt jeden Ort der Erde alle zehn Tage. Ein identischer Satellit, Sentinel-2B, soll Mitte 2016 ins All geschossen werden. Dann verkürzt sich der Zeitraum der Überflüge auf fünf Tage. Sentinel-2A ist der zweite Satellit des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Der erste, Sentinel-1A, ist im April 2014 gestartet. Er beobachtet die Erde per Radar.

Die Daten von Copernicus sind frei verfügbar

Copernicus soll aus insgesamt 20 Satelliten bestehen, die Daten über die Erde erfassen: Das reicht von der Aufklärung von Katastrophengebieten über Klimaveränderungen bis hin zur Beobachtung der Vegetation. Die Daten will die Esa kostenlos und frei zur Verfügung stellen. Die Rohdaten sollen von öffentlichen Stellen und Privatunternehmen analysiert und verarbeitet werden.

"Mit seiner optischen Kamera stellt Sentinel-2A eine Ergänzung der Radarbilder von Sentinel-1A dar", sagt Volker Liebig, Direktor für Erdbeobachtungsprogramme bei der Esa. "Der Satellit wird für die Gesellschaft äußerst nützliche Bereiche wie die Ernährungssicherheit und die Überwachung der Wälder unterstützen. Seine Kombination aus großem Abtaststreifen und häufigem Überflug wird Nutzern die Möglichkeit geben, Veränderungen der Landoberflächen und Pflanzenwachstum mit bisher ungekannter Genauigkeit zu beobachten. Durch das häufige Überfliegen von Gebieten wird eine neue Generation operationeller Produkte entstehen, die von Landoberflächen und Veränderungsdetektion über Katastrophengebiete und Blattflächenindizes bis hin zu Chlorophyllgehalt und anderen biogeophysikalischen Variablen reichen."

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M.P. 23. Jun 2015

Hmm, ich lese den Satz so, daß das Projekt erst als nationales Projekt gestartet ist...

TheUnichi 23. Jun 2015

Genau, man lässt einfach mal alle Vorteile links liegen, konzentriert sich auf einen...

M.P. 23. Jun 2015

Aber wie man mit 20 Metern räumlicher Auflösung feststellen kann, ob z. B. einzelne Bäume...

M.P. 23. Jun 2015

Häuser werden vollautomatisch verpixelt: Ein Einfamilienhaus mit 10x10 Metern Kantenlänge...

u21 23. Jun 2015

Upps ... stimmt ... voll gepennt ... Danke für den Hinweis! Vielleicht schieben die mit...


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