Sensorik: Volkswagen-Autos sollen 2050 keine Unfälle mehr haben

Volkswagen hat sich ein hehres Ziel gesteckt: Ab dem Jahr 2050 soll es mit den Fahrzeugen des Konzerns keine Unfälle mehr geben. Dazu soll Software in Verbindung mit zahlreichen Sensoren sorgen, die das Umfeld und den Fahrer überwachen und notfalls eingreifen, noch bevor es zu einer Kollision kommt.
Im Gespräch mit Automotive News Europe(öffnet im neuen Fenster) sagte VWs Chefstrategei Michael Jost, dass Volkswagen sich in Richtung Software-Unternehmen wandeln werde.
Auf die Probleme mit der Software beim neuen Elektroauto ID.3 angesprochen, sagte Vorstandsmitglied Thomas Ulbrich, an den Autos der ersten Generation werde noch gefeilt. Ulbrich ist das für die Elektromobilität zuständige Vorstandsmitglied der Marke VW. "Wir sind noch nicht bei 100 Prozent" , sagte Ulbrich Automotive News zum Stand der Software-Entwicklung des ID3. "Es ist normal, dass kurz vor der Markteinführung noch technische Aufgaben zu erledigen sind."
Ein ähnliches Unfall-Vermeidungsziel wie jetzt VW hat sich auch Volvo gesetzt. 2017 kündigte Volvo-Chef Håkan Samuelsson an, dass bei Unfällen ab 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo sterben oder schwer verletzt werden solle. Volvo plant, Kameras und Sensoren im Auto einzusetzen(öffnet im neuen Fenster) , um betrunkene Fahrer oder solche zu erkennen, die Drogen genommen haben oder abgelenkt sind. Die Fahrzeugelektronik kann eingreifen, wenn ein Fahrer nicht auf Warnsignale reagiert – neue Volvos sollen ihre Geschwindigkeit reduzieren, den Volvo On Call Service alarmieren oder das Auto sogar verlangsamen und parken. Volvo on Call kann bei Bedarf zusätzliche Hilfe schicken. Ob dann auch die Polizei informiert wird, teilte Volvo nicht mit.
