Abo
  • Services:

Sensorik: Roboter fühlen besser

US-Wissenschaftler haben einen robotischen Finger mit einem taktilen Sensor entwickelt, der Oberflächen ertasten kann. Vorbild war der menschliche Finger - doch der technische Finger soll besser als das Original sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboterhand mit Biotac-Sensoren: Fingerabdrücke für besseres Empfinden
Roboterhand mit Biotac-Sensoren: Fingerabdrücke für besseres Empfinden (Bild: Syntouch)

Roboter haben Kraft und können sogar Autos heben - aber sind sie auch gefühlvoll? Ja, sagen Gerald E. Loeb und Jeremy A. Fishel von der Universität von Südkalifornien in Los Angeles. Mit den richtigen Sensoren ausgestattet fühlten sie sogar mehr als ein Mensch, erklären die beiden Forscher.

Fingerabdrücke für Roboter

Stellenmarkt
  1. Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Höchstädt an der Donau
  2. Wirecard Global Sales GmbH, Aschheim bei München

Biotac haben die beiden ihre Sensoren genannt, die einer menschlichen Fingerkuppe nachgebildet sind: Sie bestehen aus einer elastischen Haut, unter der sich eine flüssige Füllung befindet. Sie hat sogar Fingerabdrücke - Rillen, die für mehr Empfindungsvermögen sorgen, wenn der Finger über eine Oberfläche streicht. Dabei vibriert die Haut, und diese Vibrationen erfasst ein Hydrophon, das im Gerüst des Fingers sitzt. Außer Texturen erkennt Biotac auch andere sensorische Daten wie Druck oder Temperatur.

Daneben haben die beiden Forscher einen Algorithmus entwickelt, der die Daten auswertet. Die Forscher haben den Roboterfinger auf 117 verschiedenen Materialien angelernt, die sie in Stoffgeschäften, im Bürobedarfshandel oder Baumärkten gekauft hatten. Wurde ihm anschließend eines der Materialien vorgelegt, tastete er es auf verschiedene Arten ab. In 95 Prozent der Fälle erkannte er es richtig. Im Schnitt tastete er die Oberfläche fünf Mal ab. Er konnte dabei sehr ähnliche Oberflächen auseinanderhalten, die Menschen oft nicht unterschieden können.

Materialtests und Prothese

Die Sensoren könnten für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, sagen die Entwickler. So könnten Hersteller sie beispielsweise dazu einsetzen, Oberfläche zu testen und festzustellen, welche sich ähnlich anfühlen. Der Sensor könne aber keine qualitativen Aussagen treffen, also nicht bewerten, welche Oberfläche für einen Menschen angenehmer sei, betonen Loeb und Fishel. Daneben sehen sie in erster Linie Assistenzroboter sowie robotische Prothesen als mögliche Anwendungen.

Loeb und Fishel beschreiben die Sensoren in der Fachzeitschrift Frontiers in Neurorobotics. Sie haben gemeinsam das Unternehmen Syntouch gegründet, über das sie Biotac und ihre anderen technischen Errungenschaften vermarkten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate.de
  2. bei dell.com
  3. 59,90€

SeveQ 20. Jun 2012

Ich denke, entsprechend angelernt müsste der Sensor auch in der Lage sein, die Qualität...


Folgen Sie uns
       


HTC U12 Plus - Hands on

Das U12+ ist HTCs Top-Smartphone des Jahres 2018. Der taiwanische Hersteller setzt bei dem Gerät auf Dualkameras vorne und hinten, einen berührungsempfindlichen Rand und Hardware im Oberklassebereich. Golem.de hat sich das Smartphone in einem ersten Hands On angeschaut.

HTC U12 Plus - Hands on Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
Xbox Adaptive Controller ausprobiert
19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
Von Andreas Sebayang

  1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
  2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
  3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
Steam Link App ausprobiert
Games in 4K auf das Smartphone streamen

Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Active Shooter Massive Kritik an Amoklauf-Simulation auf Steam
  2. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
  3. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen

    •  /