• IT-Karriere:
  • Services:

Sensoren: US-Militär plant unbemanntes Spionagenetz für Afghanistan

Tausende Sensoren, teilweise getarnt als Steine, will das US-Militär in Afghanistan verteilen. Die Sensoren dienen der Überwachung bestimmter Gebiete: Sie melden, wenn sich Menschen oder Fahrzeuge nähern.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausbringen eines Sensors: jahrelange Überwachung
Ausbringen eines Sensors: jahrelange Überwachung (Bild: Lockheed Martin)

Sehende Steine will das US-Militär in großer Anzahl in Afghanistan verteilen. Sie enthalten Sensoren, die teilweise über eine eigene Stromversorgung verfügen, mit denen es das Land auch nach dem Abzug überwachen will - zum Teil jahrelang.

Stellenmarkt
  1. Allianz Deutschland AG, München Unterföhring
  2. STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart, Köln

Unattended Ground Sensors (UGS), unbeaufsichtigte oder wartungslose Bodensensoren, nennt sich die Klasse von Spionagegeräten, die das US-Militär in der afghanischen Landschaft ausbringen will. Sie heißen beispielsweise Micro Observer oder Scorpion und informieren das US-Militär darüber, wenn beispielsweise ein Bergpass im Hindukusch oder eine Piste im Grenzgebiet zu Pakistan benutzt wird.

Automatische Überwachung

Solche Sensoren würden eingesetzt, um ein Gebiet zu überwachen, über das man sich Sorgen mache, das aber mit herkömmlichen Überwachungs- und Aufklärungsmethoden nicht abgedeckt werden könne, erklärte Matt Russell dem US-Technologiemagazin Wired. Der Oberstleutnant der US-Armee beaufsichtigt das Ausbringen von UGS.

Die teilweise nur wenige Zentimeter großen Geräte sind mit Mikrofonen, verschiedenen Kameras, magnetischen oder seismischen Sensoren bestückt. Einige der Sensoren wie etwa die aus Northrop Grummans Scorpion-Baureihe sehen nach dem aus, was sie sind: technische Geräte. Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hingegen versteckt die Sensoren seines Span-Systems (von: Self Powered Adhoc Networks) in einer Tarnhülle, so dass sie aussehen wie ein beliebiger Stein am Wegrand.

Mesh-Netz

Die Sensoren werden in Gruppen bis zu 50 Stück ausgebracht und bilden ein Mesh-Netz. Wird ein Sensor aktiviert, gibt er ein Signal an den nächsten weiter, der es wieder weiterreicht, bis es bei einer Kommunikationsstation eintrifft. Diese funkt es beispielsweise über Satellit an eine Kommandozentrale, die sich irgendwo auf der Welt befinden kann.

Die Sensoren sind mit Solarzellen und einem Akku ausgestattet. Der Akku halte 80.000 Ladezyklen durch, sagte Matt Plyburn von Lockheed Martin. Das bedeute, die Sensoren könnten 20 Jahre einsatzbereit sein. Solche Systeme könnten auch zum Schutz von Gebäuden und Anlagen oder zur Überwachung von Grenzen eingesetzt werden.

Mikrofone auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad

Es ist nicht das erste Mal, dass das US-Militär so etwas plant. Schon im Vietnamkrieg hatte es akustische Sensoren über dem sogenannten Ho-Chi-Minh-Pfad abgeworfen, um den Nachschub des Vietkong zu unterbrechen. Seither sind die Sensoren jedoch viel leistungsfähiger und vor allem haltbarer geworden.

Auch in Afghanistan und im Irak hat die US-Armee solche Sensoren bereits im Einsatz: So hat sie über 1.000 Scorpion-II-Systeme angeschafft. Diese erfassen Menschen aus 800 Metern und Fahrzeuge aus 2.100 Metern Entfernung. Die Akkulaufzeit beträgt rund einen Monat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-91%) 1,20€
  2. 24,99€
  3. 29,32€ (PS4), 29,99€ (Xbox One)
  4. (-40%) 23,99€

mochiman 31. Mai 2012

Das hier im Artikel angesprochene System ist de facto keine Waffe. Auch wenn du Recht...

madMatt 31. Mai 2012

Nein sind wir nicht und waren wir zu keinem Zeitpunkt seit der Gründung der BRD. Hier...

madMatt 31. Mai 2012

Wenn die Truppen abgezogen werden, kann man die Opiumfelder auch weiterhin wunderbar...


Folgen Sie uns
       


Cyberpunk 2077 angespielt

Cyberpunk 2077 dürfte ein angenehm forderndes und im positiven Sinne komplexes Abenteuer werden.

Cyberpunk 2077 angespielt Video aufrufen
Alloy Elite 2 im Test: Voll programmierbare Tastatur mit Weihnachtsbaumbeleuchtung
Alloy Elite 2 im Test
Voll programmierbare Tastatur mit Weihnachtsbaumbeleuchtung

HyperX verbaut in seiner neuen Gaming-Tastatur erstmals eigene Schalter und lässt der RGB-Beleuchtung sehr viel Raum. Die Verarbeitungsqualität ist hoch, der Preis angemessen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Ergonomische Tastatur im Test Logitech erfüllt auch kleine Wünsche
  2. Keyboardio Atreus Programmierbare ergonomische Mini-Tastatur für unterwegs
  3. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches

Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test: Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen
Bluetooth-Hörstöpsel mit ANC im Test
Den Airpods Pro hat die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen

Die Airpods Pro haben neue Maßstäbe bei Bluetooth-Hörstöpseln gesetzt. Sennheiser und Huawei ziehen mit True Wireless In-Ears mit ANC nach, ohne eine Antwort auf die besonderen Vorzüge des Apple-Produkts zu haben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Bluetooth-Hörstöpsel Google will Klangprobleme beseitigen, Microsoft nicht
  2. Bluetooth-Hörstöpsel Aldi bringt Airpods-Konkurrenz für 25 Euro
  3. Bluetooth-Hörstöpsel Oppos Airpods-Alternative kostet 80 Euro

Zukunft in Serien: Realistischer, als uns lieb sein kann
Zukunft in Serien
Realistischer, als uns lieb sein kann

Ältere Science-Fiction-Produktionen haben oft eher unrealistische Szenarien entworfen. Die guten neueren, wie Black Mirror, Years and Years und Upload nehmen hingegen Technik aus dem Jetzt und denken sie weiter.
Von Peter Osteried

  1. Power-to-Liquid Sunfire plant E-Fuels-Produktion in Norwegen
  2. Gebäudetechnik Thyssen-Krupp baut neuen Aufzugsturm
  3. Airbus Elektronische Nasen sollen Sprengstoff aufspüren

    •  /