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Sensoren: NXP Semi verkauft Unternehmensteil an STMicro

NXP Semiconductors will einen Teil seiner Sensor -Sparte loswerden. Der Käufer STMicro hat zuvor einen ersten Quartalsverlust gemeldet.
/ Achim Sawall
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NXP MPL3115A2: Xtrinsic Smart Pressure Sensor (Bild: NXP)
NXP MPL3115A2: Xtrinsic Smart Pressure Sensor Bild: NXP

STMicroelectronics will einen Teil der Sensorsparte von NXP Semiconductors für bis zu 950 Millionen US-Dollar kaufen. Das gab der französisch-italienische Chiphersteller am 25. Juli 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Zukauf erweitert STMicros Produktlinie an MEMS-basierten elektromechanischen Sensoren, das Sicherheits- und Überwachungssensoren für Fahrzeuge sowie Drucksensoren für industrielle Anwendungen umfasst.

Im Rahmen der Vereinbarung werde STMicro eine Vorauszahlung von 900 Millionen US-Dollar sowie 50 Millionen US-Dollar bei Erreichen bestimmter technischer Meilensteine durch den niederländischen Chiphersteller leisten. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Das MEMS-Sensorangebot, das verkauft wird, zielt in erster Linie auf passive (Airbags) und aktive (Fahrzeugdynamik) Sicherheitssensoren für Kraftfahrzeuge sowie auf Überwachungssensoren (TPMS) ab.

NXP ist der größte Chiphersteller für Autos. Jens Hinrichsen, Executive Vice President und General Manager für Analog- und Automotive-Embedded-Systeme bei NXP erklärte: "Nach sorgfältiger Portfolioprüfung ist das Unternehmen jedoch zu dem Schluss gekommen, dass das Geschäft nicht zu seiner langfristigen strategischen Ausrichtung passt."

"Hervorragende strategische Ergänzung" für STMicro

"Die geplante Übernahme ist eine hervorragende strategische Ergänzung für ST" , sagte Marco Cassis, President, Analog, Power & Discrete, MEMS und Sensors Group von STMicroelectronics. Es handele sich um ergänzende Technologien und Kundenbeziehungen mit Fokus auf Fahrzeugsicherheit und Industrietechnologien.

STMicro meldete zuvor seinen ersten Quartalsverlust seit über einem Jahrzehnt. Restrukturierungs- und Wertminderungskosten belasteten das Unternehmen mit 190 Millionen US-Dollar.

Mikrocontroller in dem Bereich werden mit älteren, kostengünstigen Prozessen gefertigt, davon sind in einem modernen Fahrzeug Hunderte verbaut. Prozesse im einstelligen Nanometerbereich für Logikchips hingegen sind nur für besonders leistungsfähige Systems-on-Chips interessant. Von denen sind aber auch in modernen Fahrzeugen nur wenige verbaut. Auch für Leistungshalbleiter, wie sie in Elektroautos sowie Stromspeichern verbaut werden, sind die modernsten Siliziumprozesse uninteressant.


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