Abo
  • IT-Karriere:

Sensoren: Künstliche Haut besteht aus Papier

Papier, Schwamm, Alufolie: Leistungsfähige Elektronik muss nicht aus teuren Materialien bestehen. Das zeigen Sensoren, die Forscher aus Saudi-Arabien entwickelt haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstliche Haut aus Papier: Bleistiftstrich misst pH-Wert
Künstliche Haut aus Papier: Bleistiftstrich misst pH-Wert (Bild: KAUST)

Eine einfache und günstige Variante einer künstlichen Haut haben Forscher der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technik in Saudi-Arabien entwickelt: Sie erkennt beispielsweise Druck, Temperatur oder Feuchtigkeit. Anwendungen dafür soll es viele geben.

Stellenmarkt
  1. Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, Hannover
  2. INIT Group, Karlsruhe

Die Forscher um Joanna Nassar haben nur handelsübliche Materialien für künstliche Haut verwendet: Papier, Haftetiketten, Schwamm, Aluminiumfolie. Der Drucksensor etwa besteht aus einem Stück Serviette zwischen zwei Metallkontakten aus Alufolie. Das Aluminium dient zudem als Näherungssensor, der ein elektromagnetisches Feld in einer Entfernung von 13 Zentimetern erkennt.

Ein Bleistiftstrich misst den pH-Wert

Der Sensor, der den pH-Wert misst, besteht aus einem Bleistiftstrich, also aus einem Streifen Graphit. Das Graphit reagiert mit sauren oder basischen Stoffen, wodurch sich der elektrische Widerstand des Graphits ändert.

Entsprechend günstig ist die künstliche Haut: Die Materialkosten für ein knapp 7 Zentimeter breites Stück liegen bei etwa 1,5 Euro. Die Bedeutung der künstlichen Haut liege aber nicht nur darin, dass sie günstig sei, sondern auch in ihrer Einfachheit, sagt Mohammed Mustafa Hussain dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. "Meine Vision ist es, dass Elektronik einfach zu verstehen und zu bauen ist, so dass normale Menschen an Innovationen teilhaben können."

Die Papierhaut kann Temperatur sehr gut messen

Von der Leistungsfähigkeit her soll sich die künstliche Haut aus Papier nicht von Systemen unterscheiden, die aus viel teureren Materialien bestehen. In einigen Belangen sei sie sogar besser, sagte Projektleiterin Nassar. So sei sie viel temperaturempfindlicher als eine künstliche Haut, die aus Nanoröhrchen aus Kohlenstoff bestehe.

Anwendungen für das System gibt es nach Angaben der Forscher viele: So könnten auf dieser Basis günstige Sensoren entwickelt werden, die Vitaldaten erfassen oder die Qualität von Lebensmitteln oder der Atemluft messen. Auch ein Einsatz im medizinischen Bereich ist möglich. Schließlich könnte sie als künstliche Haut für Roboter eingesetzt werden.

Die Forscher beschreiben ihre Entwicklung in der Fachzeitschrift Advanced Materials Technologies.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 44,99€
  2. 15,99€
  3. (-71%) 19,99€
  4. 0,49€

Folgen Sie uns
       


Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019)

Wenn es um 8K geht, zeigt sich Sharp optimistisch: Nicht nur ein riesiger 120-Zoll-Fernseher ist dort zu sehen, sondern es gibt auch einen kleinen Blick in die nahe Zukunft.

Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019) Video aufrufen
Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

    •  /