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Sensoren: Auto-Sicherheitstechnik lässt Reparaturkosten explodieren

Abstandsradar, Tote-Winkel-Warner, Einparkassistent: Die neue Sicherheitstechnik in Autos ist hochsensibel und muss bei kleinsten Unfällen für Tausende von Euro instandgesetzt werden.
/ Andreas Donath
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Autounfälle werden immer teurer. (Bild: Pexels)
Autounfälle werden immer teurer. Bild: Pexels / CC0 1.0

Neue Untersuchungen(öffnet im neuen Fenster) der American Automobile Association (AAA) zeigen einen signifikanten Anstieg der Reparaturkosten für Autos mit neuen Sicherheitssystemen, die bereits nach einem kleinen Unfall anfallen.

Der Studie zufolge fällt bei Fahrzeugen mit aktueller Sicherheitstechnik "nach einer Kollision aufgrund teurer Sensoren und deren Kalibrierungsanforderungen doppelt so viel Geld für die Reparaturkosten" an. Demnach liegen die Kosten für eine Windschutzscheibenreparatur für Autos mit automatischer Notbremsung, adaptiver Geschwindigkeitsregelung und Spurhaltewarnsystemen bei bis zu 1.650 US-Dollar. Normalerweise kostet ein Windschutzscheibenersatz zwischen 210 und 500 US-Dollar.

Auch kleine Schäden verursachen bei modernen Autos hohe Kosten. Laut Recherchen der AAA fallen bei Autos nach einem kleineren Front- oder Heckaufprall bis zu 5.300 US-Dollar an - bei einem Auto ohne diese Systeme liegen die Kosten im Schnitt bei 2.200 US-Dollar. Das liegt an den Einparkassistenten und Sensoren zur Warnung vor Querverkehr, die sich im hinteren Stoßfänger und in der Nähe der Räder befinden.

Dabei sind die Sensoren selbst nicht so teuer. Es entsteht aber ein größerer Aufwand für die Neukalibrierung dieser Systeme nach der Reparatur. Schon kleine Fehlkalibrierungen der Sensoren könnten die Wirksamkeit der Sicherheitssysteme beeinträchtigen. Daraus ergibt sich die Frage, ob freie Werkstätten überhaupt in der Lage wären, diese Reparaturen fachgerecht durchzuführen.

Laut einer Studie ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) aus dem Jahr 2015, die von der Motor & Equipment Manufacturers Association und der Boston Consulting Group stammt, sollen Techniken wie der Tote-Winkel-Warner, Spurhalte-Assistenten und Notbremsanlagen derweil rund 10.000 Menschenleben jährlich retten und die Schwere von Millionen nicht tödlicher Verletzungen durch Autounfälle verringern können.

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