Abo
  • Services:
Anzeige
Sensabubble: Farben, Buchstaben, Icons
Sensabubble: Farben, Buchstaben, Icons (Bild: University of Bristol)

Sensabubble: Display aus duftenden Seifenblasen

Ein kurzer optischer Eindruck, ein längerer olfaktorischer: Sensabubble ist eine Seifenblase, die kurzzeitig als Projektionsfläche dient und nach dem Platzen einen Geruch verströmt. Die Entwickler wollen herausfinden, wie sich Geruch zur Informationsvermittlung nutzen lässt.

Anzeige

Sehen, riechen, fassen - Sensabubble ist ein schwebendes "chronosensorisches Display": Es liefert zeitlich versetzt Informationen für verschiedene Sinne und von unterschiedlicher Dauer aus.

Wie der Name schon sagt, steht eine Blase, genauer gesagt eine Seifenblase, im Mittelpunkt, die als Informationsträger dient. Sie ist mit Dampf gefüllt, so dass sie opak wird und damit als Projektionsfläche taugt. Der Nutzer kann sie betrachten, er kann aber auch danach greifen und sie zum Platzen bringen. Dann verströmt sie einen Duft.

Beamer, Kinect, Seifenblasengenerator

Zu dem System der Forscher an der Universität von Bristol gehören ein Seifenblasengenerator, eine Kinect sowie ein Beamer. Der Seifenblasengenerator besteht aus einem Trichter mit einem Blasebalg an der großen Öffnung. Durch eine kleine Öffnung wird Dampf, der mit einem Duftstoff versetzt sein kann, in den Trichter geblasen. Die vordere Öffnung wird durch ein Becken mit Seifenlauge gezogen, aus der die dampfgefüllten Blasen erzeugt werden - sie können klein, mittel oder groß sein.

  • Zuerst dient die mit Dampf gefüllte Blase als Projektionsfläche. (Bild: University of Bristol)
  • Zerplatzt sie oder wird sie zum Zerplatzen gebracht, verströmt sie einen Geruch, der länger anhält. (Bild: University of Bristol)
  • Der Seifenblasengenerator ist das Herzstück von Sensabubble. Hinzu kommen eine Kinect und ein Beamer. (Bild: University of Bristol)
Zuerst dient die mit Dampf gefüllte Blase als Projektionsfläche. (Bild: University of Bristol)

Schweben die Blasen im Raum, werden sie von der Kinect verfolgt. Sie gibt die Position an den Beamer weiter, der sie in eine Projektionsfläche verwandelt: Er lässt sie etwa in verschiedenen Farben erglühen oder projiziert Buchstaben oder Icons darauf.

Zeitlich und multimodal

Der chronosensorische Aspekt von Sensabubble bestehe darin, dass die Information "zeitlich" und "multimodal" präsentiert werde: Zuerst sei die Blase Bildschirm, aber nur für eine kurze Zeit auf. Sei sie zerplatzt, verströme sie einen Geruch, der sich langsam ausbreite und "eine länger wahrnehmbare Spur des Ereignisses" hinterlasse, schreiben die Forscher um Sriram Subramanian in einem Aufsatz.

"Der menschliche Geruchssinn ist leistungsfähig, aber es gibt nur wenige Forschungssysteme, die nach Möglichkeiten suchen, ihn zu nutzen", erklärt Subramanian, ein Experte für die Mensch-Maschine-Interaktion. "Wir haben erste Schritte unternommen herauszufinden, wie ein Geruch ein visuelles Objekt wie eine Seifenblase verbessern kann und wie er länger darin bleiben kann."

Informationen anders präsentieren

Sie suchten nach neuartigen Möglichkeiten, Informationen auf anderen Oberflächen und auf eine andere Art und Weise darzustellen, sagte Subramanian der BBC. "Wir wollen neue und spannende Erfahrungen für die Nutzer schaffen. Man denke an den Laptop oder das Smartphone: Man kann nicht den Finger durch deren Bildschirme stecken".

Anwendungen sehen die Entwickler beispielsweise in Spielen oder im Unterricht: Es gebe eine App zum Rechnenlernen, bei der Blasen auf dem Bildschirm eines Mobilgeräts zum Platzen gebracht werden sollen. Sensabubble könne das in die Realität bringen: Die Kinder machten Jagd auf Seifenblasen, auf die Zahlen projiziert würden, sagt Subramanian. Sogar für die Werbung eigne sich Sensabubble: Ein Bäcker etwa könne die Blasen mit dem Geruch von frischem Gebäck füllen, um Kunden anzulocken.

Subramanian und seine Kollegen wollen Sensabubble auf der Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI) vorstellen. Die von der Informatikgesellschaft Association for Computing Machinery (ACM) ausgerichtete CHI findet vom 26. April bis zum 1. Mai in Toronto statt.


eye home zur Startseite
ichbinsmalwieder 08. Mai 2014

... das erst noch entdeckt werden muss!

MikeMan 25. Apr 2014

Uh-oh, der Hausmeister ist da!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SQS Software Quality Systems AG, Frankfurt, deutschlandweit
  2. Robert Bosch GmbH, Bamberg
  3. Sparkasse Leipzig, Leipzig
  4. Ratbacher GmbH, Raum Berlin (Home-Office)


Anzeige
Top-Angebote
  1. 219,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Gear VR 66,00€, Gear S3 277,00€)
  3. 189,90€ statt 222,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Autonomes Fahren

    Neues Verfahren beschleunigt Tests für autonome Autos

  2. Künstliche Intelligenz

    Alpha Go geht in Rente

  3. Security

    Telekom-Chef vergleicht Cyberangriffe mit Landminen

  4. Anga

    Kabelnetzbetreiber wollen schnelle Analogabschaltung

  5. Asus

    Das Zenbook Flip S ist 10,9 mm flach

  6. Hate Speech

    Facebook wehrt sich gegen Gesetz gegen Hass im Netz

  7. Blackberry

    Qualcomm muss fast 1 Milliarde US-Dollar zurückzahlen

  8. Surface Ergonomische Tastatur im Test

    Eins werden mit Microsofts Tastatur

  9. Russischer Milliardär

    Nonstop-Weltumrundung mit Solarflugzeug geplant

  10. BMW Motorrad Concept Link

    Auch BMW plant Elektromotorrad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Akkuproblem noch viel schlimmer als bei PKW!

    Carlo Escobar | 11:36

  2. Re: "Hass im Netz" klingt nach Zensur für mich

    Niaxa | 11:35

  3. Re: Ein Auto steht 22h am Tag irgendwo rum

    Baker | 11:33

  4. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    plutoniumsulfat | 11:32

  5. Chicklet ist Mist

    1st1 | 11:32


  1. 11:25

  2. 10:51

  3. 10:50

  4. 10:17

  5. 10:12

  6. 09:53

  7. 09:12

  8. 09:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel