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Senode verschmilzt Schlagzeug und Synthesizer.
Senode verschmilzt Schlagzeug und Synthesizer. (Bild: Sebastian Arnold)

Keine Umwege mehr

Mit Senode ist Arnold endlich in der Lage, ohne Umwege zum Ziel zu kommen. Anfangs war das noch anders: Mit dem Computer ließen sich zwar die Begleitklänge zur Schlagzeugimprovisation erzeugen, aber der Wechsel zwischen Sticks und Tastatur war kaum zu bewältigen. Es brauchte einen Sequencer, mit dem sich ein Synthesizer per Schlagzeug steuern ließ. 2008 entwickelte Arnold mit seinem Nord-Modular-G2-Synthesizer von Clavia ein Lösung für sein Problem und konnte endlich die Ideen umsetzen.

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Sobald das System lief, kam der Erfolg und Arnold verlor die Arbeit an dem Konzept aus den Augen - er hatte zwar ein "extrem komplexes System für etwas sehr Einfaches" erschaffen, aber keinen Bedarf, das funktionierende System zu ändern. Erst 2013 schuf eine Einladung zum Musicmakers Hack Lab in Berlin den notwendigen Rahmen für seine Entwicklung. Nach einer Woche konzentrierter Arbeit stand das Konzept für seinen eigenen Sequencer: Senode.

Aus dem Liebhaberprodukt wird eine App

Dessen einfache Gestaltung steht noch für eine weitere Dimension der Freiheit: die einfache Zugänglichkeit. Sebastian Arnold zielte mit seinem Projekt zunächst nur auf Musiker, die sein spezifisches Problem teilten, erreichte aber auch unerwartet zahlreiche experimentierfreudige Laien. Als das erste Video im Netz landete, häuften sich die Anfragen, wann denn die iPad-Version von Senode erscheinen würde. Der übersichtliche Aufbau in Diagrammen lud förmlich zum Experimentieren ein und plötzlich befand sich Arnold in ganz anderen Szenen - von anspruchsvollen Profi-Musikern zu der breiteren Masse von Musik-App-Liebhabern. So steckte er in den vergangenen Monaten viel Arbeit in die Reduzierung und Portierung des Konzeptes. Wie funktioniert sein Step-Sequencer auch mit einem Touchscreen? Welche Funktionen sind ohne Maus und Menüs noch umsetzbar?

Während Senode bereits auf seinem Heimrechner läuft, kommt es für die Allgemeinheit das erste Mal als Tablet-App. Ende Juli startet die Beta der iOS-Version und im Herbst dieses Jahres soll das Programm schließlich im App Store erhältlich sein.

Senode kann ein Hit werden

Sebastian Arnold trifft damit einen Trend zugänglicher Musik-Apps für Experimentierfreudige. Nicht nur im App-Store entwickelt sich dafür eine Szene - auch ohne Tablet gibt es zahlreiche Versuche von neuartigen, einsteigerfreundlichen Instrumenten. Da mischen Branchengrößen wie Yamaha mit ihrem Tenri-on genauso mit wie zahlreiche kleine Entwickler mit passenden Kickstarterkampagnen.

Aber nicht nur für Laien, sondern eben auch für Profimusiker scheint Arnold von der Tablet-Version absolut überzeugt - so sehr, dass er für seine eigenen Bühnenshows demnächst vom PC auf das iPad umsteigen möchte. Alle notwendigen Funktionen sind enthalten, und gleichzeitig kommt er seinem eigentlichen Grundgedanken ein Stückchen näher. Er verdrängt den PC mit der filigraneren Tastatur von der Bühne und kann durch die intuitive Touchscreen-Steuerung noch etwas freier auf der Bühne agieren.

Im Herbst wird sich zeigen, inwiefern Arnolds Versprechungen zutreffen - die eigentlich relativ einfache und fast schon logische Verbindung der mathematischen Konzepte mit Musik klingt aber ungemein attraktiv. Hält Senode sein Versprechen vom freieren Musizieren sowohl für professionelle Improvisationen als auch für den Laien am Tablet, könnte die App zu einem der musikalischen Hits dieses Jahres werden.

 Senode: Eine ganze Komposition in zwei Graphen

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Christian72D 30. Nov 2016

Aber wenn er sagt daß der Comnputer die Musik per Zufall generiert/steuert verstehe ich...

Moe479 29. Nov 2016

ansonsten waren die programme für in als anwender zu stark ... bist du zu schwach. der...

grslbr 28. Nov 2016

Ich mache nur Krach, für mich sind Noten so wichtig wie Buchstaben für Analphabeten...



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