Senkrechtstarter: Aurora-Transportflugzeug mit Fan-in-Wing-Konzept vorgestellt
Aurora Flight Sciences, eine Boeing-Tochtergesellschaft, hat ein neues Flugzeugdesign vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , das für das US-Militär gedacht ist. Dabei werden Senkrechtstartertechnik mit einem Konzept verbunden, bei dem Kabine und Flügel eines sind – ein sogenannter Blended-Wing-Body(öffnet im neuen Fenster) .
Das Konzept ist für das Sprint-Programm (Speed and Runway Independent Technologies) der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) entwickelt worden.
Das Flugzeugkonzept soll den Bedarf des Militärs an schneller, von Start- und Landebahnen unabhängiger Mobilität in umkämpften Gebieten decken. Durch die Integration von Auftriebsdüsen in die Tragflächenstruktur verspricht Auroras Design die vertikalen Start- und Landefähigkeiten eines Hubschraubers zu bieten und gleichzeitig die Geschwindigkeit und Effizienz eines Starrflügelflugzeugs beizubehalten.
Derzeit konzentriert sich Aurora auf einen unbemannten Demonstrator mit einer Flügelspannweite von 14 m und einer Nutzlastkapazität von 500 kg. Das Flugzeug soll Geschwindigkeiten von bis zu 450 Knoten True Airspeed (KTAS) – also rund 830 km/h – erreichen und dabei auf Turbinenstrahltriebwerke setzen.
Skalierbarkeit und zukünftige Anwendungen
Das Fan-in-Wing-Konzept von Aurora soll besonders gut skalierbar sein. Das Unternehmen plant, diese Technologie zur Entwicklung einer Flugzeugfamilie mit mittlerer bis hoher Tragfähigkeit anzupassen. Eine mögliche bemannte Version könnte eine Spannweite von 40 Metern, vier Tragflächendüsen und eine zwölf Meter lange Nutzlastbucht aufweisen.
Anhand eines Modells mit einer Spannweite von 1,4 Metern, das mit drei Auftriebsdüsen ausgestattet war, führten die Forscher bereits Bodeneffekttests durch, um mögliche Sogeffekte während des Schwebeflugs zu testen.
Die Ergebnisse waren vielversprechend und zeigten nach Unternehmensangaben, dass Nickmomente(öffnet im neuen Fenster) während des Bodenbetriebs minimiert werden.
Für die Zukunft hat Aurora weitere Tests geplant, um das Design weiter zu validieren. Für Ende 2024 und Anfang 2025 sind Windkanaltests mit kleineren Flugzeugmodellen geplant.
Die aktuelle Phase des Sprint-Programms soll bis Mai 2025 andauern, wobei vorher eine vorläufige Entwurfsprüfung geplant ist. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die Flugtests für das Programm bereits 2027 beginnen.
- Anzeige Hier geht es zu Fliegen: Die Geschichte der Luftfahrt bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.