Das japanische Vorkommen ist nicht das einzige

Im Jahr 1788 war der Artillerieoffizier und Hobbychemiker Carl Axel Arrhenius während des schwedisch-russischen Kriegs in der Nähe des kleinen schwedischen Dorfs Ytterby stationiert. Er fand dort einen ungewöhnlichen schwarzen Stein. Die Untersuchung dieses neuen Minerals aus Ytterby führte zur Entdeckung der Elemente Yttrium, Terbium, Erbium und Ytterbium, die alle nach dem Dorf benannt sind, außerdem von Thulium, Scandium und Gadolinium. Es dauerte bis 1911, als aus solchen Mineralien erstmals eine reine Probe von Thulium hergestellt werden konnte.

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Wichtig wurden die seltenen Erden erst mit der Entwicklung der modernen Elektrotechnik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Größere Vorkommen hoher Konzentrationen von seltenen Erden wurden im Laufe der Zeit in den USA, Indien, Brasilien, Südafrika und auch China gefunden. Kleinere Vorkommen wie das von Ytterby gibt es aber auf der ganzen Welt. Letztlich ist der Fund seltener Erden im Schlamm vor Minami-Torishima keine neue wissenschaftliche Erkenntnis. In dem schon erwähnten Paper von 2011 schrieben einige dieser Forscher, dass es entsprechendes Potenzial gebe.

Was fehlte, war die Kartographierung und konkrete Probennahme. Die erfolgte dann 2013. Aber veröffentlicht wurden die Ergebnisse der japanischen Forscher erst jetzt. Und so ist es weder der erste Fund von unterseeischem Schlamm mit einem hohen Anteil seltener Erden noch der erste Fund mit hohem Anteil der schwereren Elemente. Vergleichbare Vorkommen im Südpazifik waren schon zuvor bekannt. Es gibt also auf der Erde keine Knappheit seltener Erden und in Anbetracht solcher Funde wohl auch keine Knappheit relativ hochkonzentrierter Vorkommen mehr.

Japan hat Anspruch auf das Erz

Problemlos wird die Gewinnung dieser seltenen Erden aber dennoch nicht sein, wie jede andere vorgeschlagene Form der Erzgewinnung im Meer. Selbst abseits der allgemeinen technischen Herausforderungen der Arbeit in fünf Kilometern Wassertiefe gilt es, ökologische Probleme zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Hinzu kommt die Politik. Ähnliche Vorkommen im Pazifik und anderen Ozeanen dürften sich weit außerhalb der 200-Meilen-Grenze der ausschließlichen Wirtschaftszonen befinden und zu umstrittenen Besitzverhältnissen führen.

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Die größte Besonderheit des neuen Funds dürfte die Lage innerhalb der japanischen Wirtschaftszone sein. Die Veröffentlichung fünf Jahre nach der Kartographierung legt nahe, dass inzwischen noch weitere Gebiete untersucht wurden. Wahrscheinlich handelt es sich um das einzige größere Vorkommen in japanischem Gebiet, worauf Japan exklusive Besitzansprüche hat. Außerhalb der 200-Meilen-Zone liegen internationale Gewässer, deren Nutzung allen anderen Nationen freisteht und internationalen Gesetzen untersteht.

Es wird sich zeigen, wie Japan mit den neu gefundenen Ressourcen umgeht und ob es sich dabei trotzdem an die internationalen Regeln zum Schutz des Meeresbodens halten wird.

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 Ein Tagebau unter dem Meer
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Tantalus 03. Mai 2018

"Nature" ist eine Fachzeitschrift, wird auch im ersten Satz nach der Einleitung so...

FlyingTHunder 03. Mai 2018

Also ich muss bei dem Tiefsee-Buddel Szenario immer an "Der Schwarm" denken

VigarLunaris 01. Mai 2018

ohje ohje .... mehr fällt mir dazu nicht ein - ich brauche ne Erdölhaltige...

VigarLunaris 01. Mai 2018

Also im Schlamm der Weltmeere befinden sich also Rohstoffe. Ja gibt auch Menschen die...

1ras 29. Apr 2018

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