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Seltene Erden: Kasachstan bietet Deutschland Rohstoffpartnerschaft an

Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew schlägt Deutschland eine gemeinsame Rohstoff- und Produktionspartnerschaft vor.
/ Michael Linden
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Skyline von Astana (Bild: Pexel)
Skyline von Astana Bild: Pexel

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew(öffnet im neuen Fenster) will die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland in ein neues Kapitel führen. Bei einem aktuellen Besuch in Deutschland hat er einen umfassenden Plan vorgelegt, der die wirtschaftliche Zusammenarbeit ausweiten soll. Im Zentrum sind kritische Rohstoffe, die für die europäische Industrie unverzichtbar sind, wie er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) schreibt.

Kasachstan fördert bereits 20 der 33 strategisch wichtigen Rohstoffe für Europa. Dazu zählen Lithium, Kobalt, Kupfer und Wolfram. Diese Mineralien benötigen Deutschland und andere europäische Länder für die Energiewende, die Mikroelektronik und digitale Technologien. Tokajew schlägt den Aufbau gemeinsamer Wertschöpfungsketten von der Exploration bis zur Wiederverwendung vor.

Rohstoffpartnerschaft als Kern der Zusammenarbeit

Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern erreichte im vergangenen Jahr knapp neun Milliarden Dollar. Mehr als tausend Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in Kasachstan registriert. Tokajew hob besonders das Potenzial in der Metallurgie, der Petrochemie und im Schienenfahrzeugbau hervor.

Energiepolitik bildet einen weiteren Pfeiler der bilateralen Beziehungen. Kasachstan deckt etwa dreizehn Prozent der Erdölimporte der Europäischen Union und zwanzig Prozent der Uranimporte. Im Jahr 2025 gingen mehr als zehn Millionen Tonnen Erdöl nach Deutschland. Der kasachische Präsident betonte, dieser Verantwortung auch künftig nachkommen zu wollen. Zugleich sah er große Chancen bei erneuerbaren Energien und moderneren Stromnetzen.

Die Transportinfrastruktur zwischen Asien und Europa spielt seiner Meinung nach für beide Seiten eine wachsende Rolle. Rund achtzig Prozent des Landtransits von Gütern aus China nach Europa verlaufen durch kasachisches Territorium. Vergangenes Jahr wurden etwa 40 Millionen Tonnen transportiert. Die transkaspische internationale Transportroute verzeichnete in den ersten acht Monaten einen Anstieg des Frachtaufkommens um 22 Prozent. Der Ost-West-Transit wuchs insgesamt um 25 Prozent.

Neue Straßenverbindungen sollen Regionen direkt mit den kaspischen Häfen anbinden. Dadurch fiele die Strecke zwischen Asien und Europa um etwa eintausend Kilometer kürzer aus. Das Schienengütervolumen stieg im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf rund 100.000 Tonnen.


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