Selbstvermessung: Jawbone dementiert Ausstieg aus Fitnesstracker-Geschäft

Ein Pionier der Selbstvermessung macht weiter: Jawbone hat Berichte dementiert, es werde seine Fitnessarmbänder einstellen und sich aus dem Geschäft mit Fitness-Trackern zurückziehen.

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Jawbone Up24
Jawbone Up24 (Bild: Jawbone)

Der US-Hersteller Jawbone will sich "weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen". Das teilte Jawbone Golem.de mit. Tech Insider hatte am 27. Mai 2016 berichtet, Jawbone habe die Produktion seiner Fitnessarmbänder gestoppt und das verbleibende Inventar an einen Großhändler verkauft. Das Fortune-Magazin meldete parallel, das Unternehmen suche einen Käufer für das Geschäft mit Lautsprechern. Jawbone wies diese Berichte zurück.

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Fitness-Tracker sind Schrittzähler und manchmal auch Pulsmesser, die ihre Daten speichern und an mobile und stationäre Geräte zur Analyse geben können. Das können mittlerweile aber auch viele Smartwatches. Damit ist der Markt für Fitness-Tracker enger geworden.

Seit Anfang 2015 stellte Jawbone keine neuen Produkte mehr vor, entließ im November 15 Prozent seiner Mitarbeiter und schloss seine Niederlassung in New York. Bei Amazon wurde der Jawbone UP3 Mitte Mai für 69 Euro verkauft, beim Hersteller wird der Fitness-Tracker für knapp 180 Euro angeboten. Der Straßenpreis liegt zwischen 120 und 150 Euro.

  • Jawbone Up24 (Bild: Jawbone)
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Jawbone Up24 (Bild: Jawbone)

Im Januar 2016 konnte das Unternehmen noch eine Finanzierungsrunde in Höhe von 165 Millionen US-Dollar erfolgreich abschließen. Das deutet darauf hin, dass ein neues Produkt ansteht.

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Laut einem Bericht von The Verge will Jawbone ein Gerät zur Überwachung der Herzfunktion anbieten, das klinischen Anforderungen gerecht wird. Smartwatches und Fitness-Tracker bieten immer mehr Hersteller an, die Begeisterung der Kunden lässt offenbar jedoch schnell nach. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Endeavour Partner hervor, die das Käuferverhalten untersuchte. Aufgezeigt wird auch, was Hersteller machen müssten, um die Demotivation zu verhindern.

Der britische Guardian berichtete, dass laut einer Untersuchung vom September 2013 in den USA einer von zehn US-Amerikanern über 18 Jahre einen Fitness-Tracker trage. Besonders beliebt seien sie bei jungen Menschen zwischen 25 und 34 Jahren.

Um die Geräte erfolgreich zu machen, schlägt Endeavour Partnern vor, neben rein technischen und ergonomischen Aspekten wie einem ansprechenden Design, Haltbarkeit, geringem Einstellaufwand, einer Anbindung an Drittsysteme und langen Akkulaufzeiten weitere Kriterien zu erfüllen. Vornehmlich handelt es sich dabei um Belohnungsstrategien, die soziale Aspekte einbeziehen, und die Staffelung großer Ziele - wie zehn Kilogramm abzunehmen - in kleine Ziele und realistische Unterziele. Letztlich handelt es sich dabei um Hinweise, die viele App-Entwickler in ihren Anwendungen schon berücksichtigen.

Nachtrag vom 31. Mai 2016, 19:54 Uhr

Jawbone hat den Rückzug vom Fitnesstracker-Markt dementiert. Die Meldung wurde dementsprechend angepasst.

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HMitterwald 02. Jun 2016

[..] Du hast den Stoffwechsel im Körper nicht verstanden. Als Typ I Diabetiker HABE ich...

ofenrohr 01. Jun 2016

Nächste Woche kommt das Mi Band 2, mit Display. Genaues weiß man aber noch nicht.

Lafunamor 28. Mai 2016

Für mich ist der Rückzug von Jawbone aus dem Fitnesstracker-Geschäft nicht erstaunlich...



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