Selbsttötung: Wieder ein toter Arbeiter bei Foxconn

Ein Produktionsarbeiter hat sich bei Foxconn aus dem Fenster eines Arbeiterwohnhauses gestürzt. Der Auftragshersteller hat in China rund 1,2 Millionen Beschäftigte.

Artikel veröffentlicht am ,
Foxconn-Arbeitsausweise in Shenzhen aus dem Jahr 2012
Foxconn-Arbeitsausweise in Shenzhen aus dem Jahr 2012 (Bild: Tyrone Siu/Reuters)

Ein 22-jähriger Foxconn-Arbeiter hat sich durch einen Sprung aus dem siebten Stock eines Gebäudes des Auftragsherstellers das Leben genommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Berichte in chinesischen Medien. Der Mann habe in der Produktion gearbeitet.

Stellenmarkt
  1. SPS Programmierer Medical (m/w/d)
    PIA Automation Amberg GmbH, Amberg
  2. Product Owner (m/w/d) - Cloud Plattform
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart, Köln, Berlin, Frankfurt am Main, Wien (Österreich)
Detailsuche

Foxconn hat den Fund der Leiche durch die Polizei bestätigt, nicht aber die Todesursache. Der Körper sei in der Nähe eines Arbeiterwohnhauses einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen gefunden worden.

Foxconn werden unmenschliche Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken vorgeworfen. Zuletzt wurde im Jahr 2013 über eine Selbsttötung berichtet. Im Juni 2010 hatte ein Foxconn-Arbeiter erklärt, dass sich trotz Versprechungen der Konzernleitung die inhumanen Arbeitsbedingungen mit vielen Überstunden, Sprechverbot und Sieben-Tage-Woche nicht verändert hätten. Er müsse weiterhin elf Stunden am Tag von 07:30 bis 19:30 Uhr arbeiten, an sieben Tagen in der Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen.

Der taiwanische Auftragshersteller Foxconn fertigt für Apple, Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und andere. Das größte Exportunternehmen in China beschäftigt dort 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Der Konzern ist auch in Osteuropa, Mexiko, Brasilien und anderen Staaten aktiv.

Golem Akademie
  1. Unreal Engine 4 Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28. Februar–2. März 2022, Virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Laut eines unbestätigten Berichts stellt Foxconn gegenwärtig in einem Werk 100.000 neue Arbeiter ein, die hauptsächlich am Nachfolger des aktuellen iPhones arbeiten werden. Die Fabrik steht in Zhengzhou, der Hauptstadt der Provinz Henan.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Eheran 01. Aug 2014

Ernsthaft? Nein ist mir nicht klar. Dachte, die hätten das selbst aufgebaut - auch wenn 2...

Prypjat 01. Aug 2014

Dann müsste man sich beim Begriff "Entwicklungsland" auf eine Definition einigen. Es geht...

plutoniumsulfat 31. Jul 2014

Dabei geht es doch immer nur um die Firmen, um damit schlechte Presse aufzuwirbeln. Es...

Kashmir 31. Jul 2014

In einer Welt, in der wir uns zunehmend als ökonomische Roboter verstehen ist es sowieso...

knete 31. Jul 2014

stimmt. alle unternehmen die Foxconn als Partner haben sind schlecht. Als Chef würde ich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Dice: Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt
    Dice
    Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt

    Ob das reicht? Das Entwicklerstudio Dice hat seine Pläne für Battlefield 2042 vorgestellt. Der Shooter hat extrem niedrige Spielerzahlen.

  3. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /