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Seidenstrasse: Retro-Netzwerk im Schlauch

Ganz sicher ist es noch nicht. Aber als Experiment ist es ein Anreiz für die Hacker auf dem 30C3. Seidenstrasse heißt das moderne Rohrpostsystem, das auf dem Hackerkongress in Hamburg die Hallen durchzieht. Noch wird gebastelt und die letzten Meter von insgesamt zwei Kilometern Plastikrohren werden verlegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Knotenpunkt in der Seidenstrasse
Ein Knotenpunkt in der Seidenstrasse (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Für den 30C3 gibt es zwar kein offizielles Motto, aber hinter vorgehaltener Hand steht die Rückbesinnung auf alte und bessere Zeiten; als Gegensatz zu dem Alptraum und der bitteren Realität sowie dem Ausmaß der massenhaften Überwachung durch Geheimdienste, der die Hacker vom Chaos Computer Club nicht unbedingt überraschte, aber dennoch schockierte.

  • Einer der Knotenpunkte der Seidenstraße (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Die Drainagerohre wurden über mehrere Stockwerke verlegt. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Außenanbindung mit zentimeterdicker Bandbreite (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Die gelben Rohre passen sich in die Farbspielereien gut ein. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Die dicken Rohre... (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • ... werden mit Staubsaugern betrieben. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Unterschiedliche Level der Seidenstraße (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Netzwerkkabel-Ersatz - natürlich aufgerollt (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Ein Knotenpunkt mit obligatorischem Staubsauger. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Besonders ordentlich sehen die Patchpanel nicht aus,... (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • ... aber sie erfüllen ihren Zweck. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Weitere Ersatzkabel (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Rohre an der Decke (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Die nächste Generation des Netzwerks ist bereits in der Entwicklung. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Kunstwerk mit Funktion (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Ein weiterer Knotenpunkt; dieses Mal ist der Sauger integriert. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das System ist noch im Aufbau. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Das Kommunikationssystem kann auch als Bannerhalter dienen. Im Hintergrund... (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • ... ist die Außenanbindung zu sehen. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Gelbe Rohre vor dem Einbau (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Außenanbindung: Einige Verbindungen werden extern weitergeführt. (Foto: Jörg Thoma/Golem.de)
  • Dieser Knotenpunkt steht mitten im Publikumsverkehr. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Rohre... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sind teils an den Säulen befestigt.(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Knotenpunkt der Seidenstraße (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Seidenstraße mit Festtagsbeleuchtung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wer aus diesen Konstruktionen... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... eine Kapsel retten muss... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... hat viel Arbeit vor sich. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Behebung eines Datenstaus dürfte einige Zeit benötigen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
... sind teils an den Säulen befestigt.(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Inhalt:
  1. Seidenstrasse: Retro-Netzwerk im Schlauch
  2. Seidenstrasse als geschlossenes Netzwerk

Deshalb gibt es das Projekt Seidenstrasse. Es geht nicht um Darknet oder die versteckten Dienste des Tor-Netzwerks, das auch für illegale Geschäfte genutzt wird, etwa über das inzwischen zerschlagene Portal Silk Road. Im Gegenteil: Allein schon die Rohre aus gelbem Kunststoff, die die Kongresshalle in Hamburg durchziehen, sind alles andere als unsichtbar. Ebenso wenig wie die Staubsauger, die das moderne Rohrpostsystem mit genügend Luft versorgen. Sie saugen Plastikkapseln mit Nachrichten kreuz und quer zwischen Knoten und Endpunkten auf dem Kongress.

Seidenstrasse 2.0b heißt das Projekt richtig. Das Rohrpostsystem als Beta. Noch wirkt alles improvisiert. Die Knotenpunkte sind einfache Holzbretter mit zwei oder mehr Schlauchenden. Hier muss der Mensch noch eingreifen, muss die Plastikkapseln aus einem Schlauch herausnehmen und in den nächsten stecken.

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Auf der Kapsel steht der Empfänger. Auch die Knotenpunkte, über die die Kapseln weitergegeben werden sollen, stehen darauf - per Hand auf einen Aufkleber geschrieben. Die Adressierung erfolgt nach dem Vorbild von IPv6, getrennt durch Doppelpunkte. Es gibt gegenwärtig 14 Endpunkte und Knoten auf dem 30C3. Das Netz werde aber dynamisch erweitert, sagte CCC-Sprecher Frank Rieger in seinem Vortrag.

Drainagerohre und Plastikflaschen

Zwei Kilometer Drainagerohre habe er besorgt, sagte Rieger. Teilstücke dürfen etwa zehn Meter lang sein, das Gefälle ist abhängig von dem eingesetzten Gebläse. An der Außenwand des Hamburger Kongresszentrums führt ein mehrere Meter langer Teilabschnitt vom Erdgeschoss in den vierten Stock. Für die Kapseln gibt es hingegen enge Vorgaben: Sie dürfen maximal 90 mm im Durchmesser sein, optimal sind 85 mm mit abgerundeten Ecken. PET-Flaschen sind gefragt. Wer versuche, Mateflaschen zu transportieren, müsse hinterher die Sauerei selbst wegmachen, drohte Rieger.

Die Plastikflaschen müssen auf die optimale Länge von 180 mm durchgeschnitten werden. Denn die Rohre wurden auch um Ecken verlegt. Sind die Kapseln größer als 220 mm, könnten sie in dem weit verzweigten Rohrsystem stecken bleiben. Deshalb müssten die selbst gebauten Kapseln auch LEDS haben, damit sie im Notfall aufgespürt werden könnten - und um das System zu debuggen, sagte Rieger. Die maximale Nutzlast beträgt 500 Gramm. In der ersten Version des pneumatischen Transportsystems namens Octo dienten Bierdosen als experimentelle Geschosse.

Seidenstrasse als geschlossenes Netzwerk 
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Esquilax 02. Jan 2014

Na, der Saug-Blaser Heinzelmann! :-D

Peter Brülls 02. Jan 2014

Wasser - ob sauber oder mit Fäkalien verschmutzt - bleibt nur selten stecken, geht nicht...

486dx4-160 31. Dez 2013

Das liegt an deinem ISP. Du musst die Pizza/den Auflauf in mehrere Fragmente aufteilen...

mfeldt 28. Dez 2013

Sehr schön war die Sache auch bei "Brazil" ...

Gl3b 28. Dez 2013

Hahaha ymmd


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