• IT-Karriere:
  • Services:

Segway-Ninebot: E-Scooter sollen autonom zur Ladestation fahren

Das Aufladen von E-Scootern ist für die Verleihdienste aufwendig und kostspielig. Daher könnten künftig Geister-Scooter durch die Städte rollen. Beim Kauf "normaler" E-Scooter gibt es derweil Verzögerungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ninebot-Präsident Wang Ye mit dem Kickscooter T60
Ninebot-Präsident Wang Ye mit dem Kickscooter T60 (Bild: Florence Lo/Reuters)

Der chinesische Anbieter Segway-Ninebot will mit selbstfahrenden E-Scootern den Verleih der Tretroller attraktiver machen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, präsentierte das Unternehmen am 16. August in Peking den Kickscooter T60, der ohne Fahrer selbstständig zu einer Ladestation fahren könne. Die Verleihdienste Uber und Lyft gehörten bereits zu den ersten Kunden der Fahrzeuge, die Anfang nächsten Jahres auf die Straße kommen könnten. Ein Sprecher von Lyft dementierte hingegen, die autonomen Tretroller bestellt zu haben.

Stellenmarkt
  1. Webasto Group, Planegg bei München
  2. Universität Bielefeld, Bielefeld

Die Wartung und Aufladung der E-Scooter ist für die Betreiber aufwendig. In der Regel sind nachts Mitarbeiter der Unternehmen unterwegs, um die Fahrzeuge einzusammeln, aufzuladen, an zentraler gelegenen Standorten abzustellen und nach Bedarf zu warten. Für die Tätigkeit gibt es inzwischen Bezeichnungen wie Juicer, Ranger, Hunter oder auch Charger. Nach Ansicht von Umweltexperten verschlechtert sich durch die Fahrten der Serviceteams die Klimabilanz der Tretroller.

Roller sollen Busspuren benutzen dürfen

Könnten die Kleinstfahrzeuge selbstständig zu Sammelpunkten fahren, würde das den Aufwand für die Verleihdienste reduzieren. Allerdings werden die Geräte dadurch teurer. Laut Reuters soll der Ninebot-Roller umgerechnet 1.420 US-Dollar kosten, während die bisherigen Fahrzeuge preislich zwischen 100 und 300 US-Dollar liegen. Darüber hinaus verfügen die Geräte nicht nur über zwei, sondern über drei Räder. Einen funktionierenden Prototyp soll das Unternehmen aber nicht gezeigt haben.

Ob selbstfahrende Tretroller in Deutschland eine Zulassung erhalten würden, ist unklar. Derzeit erwägt das Bundesverkehrsministerium sogar, den sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen bei Bedarf die Nutzung von Busspuren zu erlauben. Selbstfahrende E-Scooter könnten auf solchen Fahrstreifen und auf Radwegen aber schnell zum Verkehrshindernis werden oder die Gefahr von Zusammenstößen vergrößern. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass die Geräte eine vergleichbare Sensorausstattung wie ein selbstfahrender Pkw haben werden.

Auslieferung verzögert sich

Selbst bei der Zulassung der "normalen" E-Scooter gibt es derzeit Probleme. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zufolge verfügen viele der Modelle, die an private Nutzer verkauft werden sollen, noch nicht über die erforderliche Betriebserlaubnis. In den vergangenen Tagen haben Elektrofachmärkte wie Media Markt und Saturn E-Mails an Vorbesteller verschickt, in denen für einzelne Modelle auf eine Verzögerung "auf unbestimmte Zeit" hingewiesen wird.

Bislang hätten 13 Modelle bereits eine Betriebserlaubnis erhalten, heißt es in dem Bericht. Doch weitere zehn Modelle befänden sich im Prüfverfahren. Das Zulassungsverfahren dauere nach Angaben des zuständigen Kraftfahrt-Bundesamtes etwa zwei Wochen, der TÜV benötige vorher vier Wochen für die technische Überprüfung der Fahrzeuge.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Find X2 Neo 256GB 6,5 Zoll für 439,99€, Watch 41 mm Smartwatch für 179,99€)
  2. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,96€)
  3. 749€

superdachs 19. Aug 2019

Die halten ja auch nur ein paar Wochen da müssen die sich bis dahin gerechnet haben...

trinkhorn 19. Aug 2019

Wenn am Stadtrand keiner steht komme ich ja nur mit Auto in die Stadt. Dann fahre ich...

Megusta 19. Aug 2019

wenn das Ding plötzlich auf die Straße fährt ist das ja nicht so schlimm

trinkhorn 19. Aug 2019

In dem verlinkten Artikel geht es darum, dass die Leute genervt sind von der sehr...

LinuxMcBook 18. Aug 2019

Dein Beitrag ist jedenfalls nicht ökologischer als wenn du deine Meinung einfach für dich...


Folgen Sie uns
       


No One Lives Forever: Ein Retrogamer stirbt nie
No One Lives Forever
Ein Retrogamer stirbt nie

Kompatibilitätsprobleme und schlimme Sprachausgabe - egal. Golem.de hat den 20 Jahre alten Shooter-Klassiker No One Lives Forever trotzdem neu gespielt.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Heimcomputer Retro Games plant Amiga-500-Nachbau
  2. Klassische Spielkonzepte Retro, brandneu
  3. Gaming-Handheld Analogue Pocket erscheint erst 2021

Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

Next-Gen: Tolle Indiegames für PS5 und Xbox Series X/S
Next-Gen
Tolle Indiegames für PS5 und Xbox Series X/S

Kaum ein unabhängiger Entwickler hat Dev-Kits für PS5 und Xbox Series X/S - aber The Pathinder und Falconeer sind tolle Next-Gen-Indiegames!
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Raumschiffknacker im Orbit
  2. Rollenspiel Fans übersetzen Disco Elysium ins Deutsche
  3. Indiegames-Rundschau Einmal durchspielen in 400 Tagen

    •  /