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Segway Navimow: Chinesischer Rasenroboter-Hersteller verkauft nicht in China

Ninebot verkauft seine Rasenmähroboter der Marke Segway Navimow nur im Ausland, besonders gern in Deutschland. In China sind Eigenheime mit Garten selten.
/ Achim Sawall
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Die Skyline von Shenzhen in China (Bild: Achim Sawall/Golem)
Die Skyline von Shenzhen in China Bild: Achim Sawall/Golem

Für den chinesischen Hersteller Segway Navimow(öffnet im neuen Fenster) lohnt es sich nicht, seine Rasenmähroboter auf dem Heimatmarkt anzubieten. Das sagte Unternehmenschef George Ren Golem auf Anfrage. "Weltweit gibt es schätzungsweise 250 Millionen private Gärten, davon rund 100 Millionen in den Vereinigten Staaten und über 80 Millionen in Europa. Die Wohnlandschaft in China bietet mit weitaus weniger Einfamilienhäusern mit großen Rasenflächen schlichtweg nicht dieselben Marktchancen."

Ninebot ist ein im Jahr 2012 gegründetes chinesisches Robotik- und Mobilitätsunternehmen, zu dessen größten Investoren Xiaomi gehört. Segway wurde im Jahr 1999 von Dean Kamen in den USA gegründet und erlangte mit seinen selbst balancierenden Stehrollern weltweit Bekanntheit, die aber wegen ihres hohen Preises nie massenmarkttauglich wurden und seit Langem eingestellt sind.

2015 kaufte das damals noch recht junge Unternehmen Ninebot nach einem Rechtsstreit Segway komplett auf. Seitdem agiert die Gruppe global unter dem gemeinsamen Namen Segway-Ninebot und ist in Shanghai börsennotiert. Navimow ist die Produktmarke für kabellose Mähroboter in der Segway-Ninebot-Gruppe.

I never promised you a rose garden

Mit seinen Rasenmährobotern versuchte Segway Navimow nie, in China Fuß zu fassen. "Vom ersten Tag an lag unser Fokus auf Märkten, in denen der Besitz und die Pflege eines Rasens zum Alltag gehören – in erster Linie also auf Europa und Nordamerika."

Häuser mit Garten gibt es in China selten. Villen in den Außenbezirken von Megacitys wie Shanghai, Peking oder Shenzhen gehören den Multimillionären, Tech-Unternehmern und Spitzenfunktionären der sogenannten Kommunistischen Partei.

Ninebot sieht sich laut Euromonitor International im weltweiten Einzelhandelsumsatz seit zwei aufeinanderfolgenden Jahren als Nummer 1 unter den Anbietern kabelloser Mähroboter. "Dabei haben wir unsere Präsenz bis Mai 2026 auf mehr als 40 Länder und Regionen in Europa, Nordamerika und Australien ausgeweitet. Innerhalb dieses globalen Fußabdrucks machen die DACH-Region und der breitere europäische Markt den größten Teil unseres Umsatzes aus", sagte Ren.

Deutschland sei schon "immer einer unserer strategisch wichtigen Kernmärkte in Bezug auf die Marktgröße" gewesen. "Zum jetzigen Zeitpunkt gilt unsere volle Energie Europa und Nordamerika", so Ren.

Golem wird als Nächstes den Navimow i210 Lidar Pro testen, der Nacharbeiten an Rasenkanten und Vermessen weitgehend vermeiden soll. Die Roboter aus China sind den europäischen Rivalen mit Verlegedraht weit überlegen und deutlich robuster.


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