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Ein digitales Vindskip

Derzeit arbeite das Unternehmen an einem digitalen Modell, das exakt die Form und Abmessungen habe, die das Schiff in voller Größe hätte, erzählt Lade. Das 3D-Modell, das mit einer speziellen Design-Software (Computer Aided Design, CAD) erstellt wird, soll die norwegische Forschungsgesellschaft Stiftelsen for industriell og teknisk forskning (Sintef) prüfen.

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Dort werden Experten das 3D-Modell bezüglich des Strömungsverhaltens im Wasser mit einer CFD-Software (von: Computational Fluid Dynamics, numerische Strömungsmechanik) testen sowie verschiedene Betriebszustände simulieren. Die Ergebnisse bekommen die Hamburger Fraunhofer-Forscher. Sie werden mit ihrer Software simulieren, wie sich das Modell auf See bei verschiedenen Wettersituationen verhält.

Das Team des Fraunhofer CML plant dabei auch eine Langzeitsimulation durchzuführen: Sie schicken das Schiff virtuell über den Atlantik, und zwar einmal pro Woche ein ganzes Jahr lang. So soll der Treibstoffverbrauch für ein Jahr ermittelt werden.

  • Vindskip ist ein modernes Segelschiff, das vom Wind angetrieben wird, obwohl es kein Segel hat. (Bild: Lade AS)
  • Der schlanke hohe Rumpf dient als Segel. Das Prinzip ähnelt dem der Tragfläche eines Flugzeugs. (Bild: Lade AS)
  • Das erste Vindskip könnte ein Autotransporter werden. (Bild: Lade AS)
  • Das Vindskip ist allerdings noch ein Konzept. Konstrukteur Lade glaubt, 2019 könnte ein Vindskip vom Stapel laufen. (Bild: Lade AS)
  • Schon im Einsatz sind andere Segeltechniken: der Lenkdrachen von Skysails etwa... (Foto: Skysails)
  • ... oder die Flettner-Rotoren auf dem Frachter E-Ship 1. (Foto: Carschten/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)
Vindskip ist ein modernes Segelschiff, das vom Wind angetrieben wird, obwohl es kein Segel hat. (Bild: Lade AS)

In die Simulationen werden auch die anderen Systeme des Schiffs einbezogen: die Software Navstation, ein digitaler Kartentisch, mit der eine Route geplant wird. Die gibt Navstation an das Weather-Routing-Module weiter, das sie optimiert. Navstation berechnet dann Kurs und Geschwindigkeit vor. Ein Track Pilot und Speed Pilot steuern daraufhin Ruder und Antrieb, so dass das Schiff auch ohne Beteiligung der Besatzung lenken kann.

Das alles digital testen zu können, habe Vorteile, sagt Lade: Obwohl das schon lange genug dauere, seien Simulationen schneller und vor allem günstiger als reale Tests. Außerdem könnten sie "eine Orientierungshilfe für mögliche Investoren des Projekts sein".

Die Investoren fehlen jedoch noch. Sein Konzept sei neuartig und ungewöhnlich, gibt Lade zu. Da es zudem noch nie gebaut worden sei, habe er große Schwierigkeiten gehabt, eine Finanzierung aufzutreiben. "Das Risiko, in so ein Schiff zu investieren, wird als zu groß angesehen." Deshalb sei er hinter seinem eigenen Zeitplan hinterher.

Geplant war, dass das erste Vindskip im kommenden Jahr vom Stapel läuft. Daraus wird nichts. Er verhandele derzeit mit der Werft Uljanik SY in Pula in Kroatien, sagt er. "Wenn wir eine Einigung über den Preis erzielen und die Finanzierung gut läuft, werden wir einen Bauvertrag mit der Werft abschließen. Die Zeit von der Vertragsunterzeichnung bis zur Auslieferung des Schiffes beträgt 30 Monate."

So ungewöhnlich das Vindskip auch ist: Grundsätzlich sollte ein solches Konzept aussichtsreich sein.

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berritorre 10. Aug 2018

Wollte jetzt schon schreiben, 4l auf 100km für ein Containerschiff??? Hatte vorher echt...

Der Korrektor 07. Jul 2018

Bitte bitte bitte verwendet diese klassisch falsche Erklärung zum Auftrieb nicht mehr...

Thobar 05. Jul 2018

Falsch. Es wirkt als Segel von 18° bis 180° - auf beiden Seiten. Es sind von 360° somit...

VigarLunaris 04. Jul 2018

man hat erkannt das man den Wind nutzen kann, um Schiffe anzutreiben. "..Die erste...

Tommy-L 03. Jul 2018

Etwas kreativen Spielraum gibt es schon. Da es aber um potentiellen Steuereinnahmen geht...


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