Sega Classics angespielt: Sonic hüpft und springt auf dem Fire TV

Keine Mini- oder Classic-Konsole, sondern mit einer App namens Sega Classics läuft Sonic auf dem Fire TV Stick 4K von Amazon. Insgesamt bietet die Sammlung 25 Retrogames, die einst auf dem Mega Drive erschienen sind. Golem.de hat ausprobiert, ob das Spielen immer noch Spaß macht.

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Artwork von Sonic the Hedgehog
Artwork von Sonic the Hedgehog (Bild: Sega)

Gerade hat Sony seine Mini-Konsole Playstation Classic (Test auf Golem.de) veröffentlicht - und damit die Community eher gegen sich aufgebracht. Die Auswahl der 20 Games wirkt ebenso enttäuschend wie die technische Umsetzung. Ein ganz anderes Konzept verfolgt Sega mit einer Sammlung von 25 Spielen, die ab sofort unter dem Titel Sega Classics für den Fire TV Stick 4K von Amazon als rund 400 MByte große App verfügbar sind.

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Für rund 13 Euro gibt es einige Klassiker, von denen die meisten in den 90er Jahren für das Sega Mega Drive erschienen sind. Im Angebot sind Perlen wie Sonic the Hedgehog 1 und 2 sowie die Fortsetzung Sonic CD, es gibt die Prügelspielreihe Streets of Rage und Golden Axe (jeweils Teil 1 bis 3) sowie Actiontitel wie Alien Storm, Gunstar Heroes und Comix Zone. Sega hat die Titel in Rubriken wie Action, Beat 'em Up, Plattformer und Rätsel unterteilt - so finden auch Einsteiger relativ schnell das, worauf sie gerade Lust haben.

Die Steuerung erfolgt im Normalfall mit der Fernbedienung des Fire TV. Die wird dazu quer gehalten, mit der großen Kreistaste bestimmt man in den meisten Fällen die Laufrichtung, Aktionen werden mit den Tasten daneben ausgeführt. Das klappt erstaunlich gut - solange es nicht zu hektisch wird. Bei den ersten paar Level in Sonic etwa hatten wir keine Probleme. Sobald allerdings richtig komplexe Manöver gefragt sind, sollten speziell für Spiele gedachte Eingabegeräte her.

Die lassen sich per Bluetooth mit dem Fire TV koppeln. Wir haben die neueren Controller der Xbox One und der Playstation 4 ausprobiert, im Grunde sollte aber jedes entsprechend ausgestattete Gamepad funktionieren. Mit der Xbox One gibt es gar keine Probleme, die Verbindung steht sofort und es ist eine wahre Freude, sich in den bunten Retroklassikern auszutoben.

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Das Eingabegerät der PS4 lässt sich ebenfalls koppeln (über die Tasten "Share" und "Playstation"), allerdings funktioniert die Steuerung dann nicht - nach einigem Rumprobieren haben wir herausgefunden, dass die Ursache offenbar ein schon bekannter Fehler in der jüngeren Firmware von Fire TV ist. Bei den 15 Spielen mit Multiplayermodus kann ein Spieler mit der Fire-Fernbedienung und ein anderer mit dem Gamepad antreten, was in der Praxis gut funktioniert hat.

Klassisch oder schwammig

Über die Grafikoptionen lässt sich bei einigen, nicht aber bei allen Games die Darstellung den persönlichen Vorlieben anpassen. Bei den Sonic-Titeln geht das nicht, bei Streets of Rage und den meisten anderen schon - woran das liegt, ist nicht klar. Da, wo wir die Grafik verändern können, dürfen wir einen starken Filter aktivieren - dann wird das Bild aber sehr unscharf. Alternativ dürfen wir einen Modus namens "Klassisch" wählen, der uns am besten gefällt, oder zusätzlich Scanlinien wie bei einem alten Röhrenfernseher einblenden. Letzteres ist übrigens eine der Funktionen, die auf der PS Classic nur mit Tricks möglich sind.

Als Bildformat können wir 4:3 wählen, oder einfach das original Pixelformat von früher auswählen. Die dritte Option bestimmt das Aussehen des Rahmens. Das kann einfach schwarz sein, wahlweise stehen aber auch ganz schicke Zeichnungen etwa von klassischen Sega-Konsolen zur Auswahl.

Bei den meisten Spielen - wieder nicht bei Sonic - können wir außerdem Komfortfunktionen wie beliebiges Speichern oder Zurückspielen verwenden, was einfach und komfortabel gelöst ist. Welcher Emulator hinter den Kulissen zum Einsatz kommt, ist uns nicht bekannt. Technische Probleme oder Ruckler mit der ab sofort bei Amazon im Software-Store verfügbaren App sind uns nicht aufgefallen.

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