Seenot: Tri-Drohnensystem soll Schiffbrüchige finden

Ein Trio aus autonomem Schiff, Starrflügeldrohnen und Quadrocopter soll auf dem Meer patrouillieren und nach Menschen in Seenot Ausschau halten.

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Autonomes Schiff Seacat: erfolgreiche Tests in anderen Projekten
Autonomes Schiff Seacat: erfolgreiche Tests in anderen Projekten (Bild: Millie Skoglund/Chalmers)

Bei Seenot ist schnelle Hilfe gefragt. Ein Team aus Schweden hat ein autonom agierendes System entwickelt, das Schiffbrüchige aufspüren und Retter zu ihnen lotsen soll.

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Das System besteht aus einem autonomen Schiff sowie zwei verschiedenen Drohnentypen. Das Schiff, die Seacat, ist ein autonomer Katamaran, der ursprünglich für andere Projekte der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg gebaut wurde. Das Wasserfahrzeug ist für die Inspektion von Seeanlagen wie Häfen, Fischfarmen oder Offshore-Windparks konzipiert und wurde auch schon erfolgreich getestet.

Für das Seenotrettungsprojekt wird Seacat zum Drohnenmutterschiff umgerüstet. Unter anderem wurde eine Startrampe für Starrflügler-Drohnen errichtet. Diese schwärmen aus und patrouillieren auf vorgegebenen Routen über dem Meer.

Die Drohnen kehren zum Mutterschiff zurück

Ein Algorithmus weist jeder Drohne ein Suchgebiet zu, wobei er die Zahl der verfügbaren Drohnen so effizient wie möglich ausnutzt. Am Ende des Fluges oder wenn der Akku leer ist, kehrt die Drohne zum Mutterschiff zurück und wassert in unmittelbarer Nähe., um wieder an Bord genommen zu werden.

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Ausgestattet sind die Drohnen mit Kameras im sichtbaren und im infraroten Spektrum sowie einem Ortungssystem. Findet eine von ihnen ein Objekt im Wasser, wird das nächste Vehikel in dem System aktiviert: Vom Mutterschiff steigt ein Quadrocopter auf und fliegt zu der bezeichneten Stelle.

Der Copter fotografiert das Objekt und sendet die Bilder über das Mutterschiff an eine Rettungsleitstelle an Land. Die entscheidet dann, was zu tun ist. Sie kann zudem den Menschen in Seenot Rettungsmittel durch den Quadrocopter bringen lassen.

Unterschiedliche Drohnen haben unterschiedliche Stärken

Gedacht ist das System in erster Linie für Seegebiete, in denen es häufig zu Unfällen kommt, etwa weil dort Menschen auf ungeeigneten Fahrzeugen das Meer überqueren. "Das Projekt basiert auf dem einfachen Prinzip, dass unterschiedliche Drohnen unterschiedliche Stärken haben. Wenn mehrere verschiedene Arten von autonomen Drohnen zusammenarbeiten können, lassen sich die Sucheffizienz und die Reaktionsgeschwindigkeit der Rettungskräfte erheblich verbessern, was das Potenzial hat, mehr Menschenleben zu retten", sagte Projektmitarbeiter Xin Zhao.

"Bisher ist es uns gelungen, einen Quadrocopter auf der Seacat landen zu lassen, und die Flügeldrohnen sind fertig und werden derzeit getestet", berichtete Ola Benderius, einer der Projektleiter. "In einer Fortsetzung des Projekts werden wir das System zusammenbauen und es in seiner Gesamtheit auf See testen."

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