Seekabel: Facebook lässt 25.000 Liter Bohrflüssigkeit im Meeresboden

Ein Auftragnehmer von Facebook hat eine Bohrung für das Seekabel Jupiter in einem kleinen Ort am Meer wortwörtlich an die Wand gefahren. Bergen lassen will Facebook das Material nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Seekabel Jupiter
Das Seekabel Jupiter (Bild: JUPITER Cable System)

Bei Bohrungen für die Landung des Seekabels Jupiter für Facebook kam in dem kleinen Ort Tierra Del Mar in Oregon zu einem Unfall, nach dem 25.000 Liter Bohrflüssigkeit, 340 Meter Rohr und der Bohrkopf im Meeresboden zurückbleiben. Wie die Zeitung Oregonlive berichtet (Paywall), traf der Bohrer rund 15 Meter unter dem Meeresboden auf ein unerwartetes Gebiet aus Hartgestein. Facebook und sein Auftragnehmer Edge Cable Holdings haben laut dem Bericht nicht vor, die Ausrüstung zu bergen.

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Angaben zu der eingesetzten Bohrflüssigkeit wurden nicht gemacht. Bei dem Verfahren wird auch teilweise organisches, mineralisches Material wie Bentonit verwandt, es ist jedoch üblich, dass die Bohrflüssigkeit nach dem Ausbau wieder abgesaugt wird. Edge Cable Holdings hat die lokale Verwaltung am 5. Mai über den Unfall informiert, die zurückgebliebene Ausrüstung jedoch nicht ausdrücklich erwähnt.

Das US Army Corps of Engineers erklärte, der neue Plan des Unternehmens sei, Anfang 2021 zurückzukehren, um ein neues Loch zu bohren. Eine Facebook-Sprecherin bestätigte Oregonlive, dass die Bohrausrüstung unterhalb des Meeresbodens vor der Küste verbleibe, bestritt jedoch, dass die Verwaltung zu spät benachrichtigt worden sei.

Der Oregon-Abzweig des Seekabels gehört allein Facebook, er besteht aus zwei Faserpaaren mit einer Gesamtlänge von 740 km. Das gesamte Jupiter-Seekabel wird eine Länge von 14.557 Kilometern haben und aus drei Hauptsegmenten bestehen, zu denen neben dem Oregon-Zweig das Hauptkabel mit fünf Faserpaaren und der philippinische Zweig mit zwei Faserpaaren gehören. Jedes Glasfaserpaar hat eine Kapazität von 12 TBit/s, was insgesamt 60 TBit/s für das gesamte Jupiter-Seekabel entspricht.

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Das Seekabel wird sich im Besitz eines Konsortiums befinden, das aus Amazon, Facebook, NTT, PCCW, PLDT und Softbank Telecom besteht. Die Landepunkte sind auf den Philippinen, in Japan und in den USA.

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asa (Golem.de) 18. Aug 2020

Lieber Leser, wir haben die Überschrift nicht geändert, weil sie sachlich absolut...

Clown 18. Aug 2020

Hast Du da was Klickbares? Wär schon interessant :)

1e3ste4 17. Aug 2020

Arbeitest du etwa in der Bohrbranche oder woher weißt du so genau?

thinksimple 17. Aug 2020

Du hast mich immer noch nicht verstanden. Es geht um Aussagen wie "Eh nur Peanuts". Um...

Sportstudent 17. Aug 2020

Vielen Dank für diese professionelle Einschätzung, hat mich gefreut zu lesen.



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