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Seekabel Equiano: Google-Verbindung von Westafrika nach Europa wird gebaut

Das Seekabel Equiano ist in Togo gelandet, noch in diesem Jahr geht der Bau weiter. Google finanziert das Projekt.
/ Achim Sawall
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Landing-Party in Togo (Bild: CSquared)
Landing-Party in Togo Bild: CSquared

Googles Seekabel Equiano ist in Togo gelandet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Das Kabel wird noch in diesem Jahr in Nigeria, Namibia und Südafrika landen und Afrika über Portugal mit Europa verbinden. Das Projekt gehört Google.

"Unsere Vision ist es, ein digitales Zentrum zu werden, und wir brauchen Konnektivität" , sagte die togolesische Ministerin für Post und digitale Wirtschaft, Cina Lawson, in einem Interview am 15. März. "Wir werden durch dieses Kabel eine Menge Kapazität haben. Wir werden in der Lage sein, Kapazitäten an andere Länder weiterzugeben."

Durch die Erhöhung der Datenrate hofft Togo auch, Rechenzentren und andere Unternehmen anzuziehen und zum Wachstum der Start-up-Industrie des Landes beizutragen, sagte Lawson. Togo ist ein Logistikzentrum in Westafrika mit einem großen Hafen. Mit dem Programm Togo Digital 2025 will man durch verbesserte Konnektivität die wirtschaftliche Entwicklung fördern.

Das Seekabel wird Fiber-Level-Switching nutzen

Ein lokales Unternehmen, das von dem Telco-Infrastrukturinvestor CSquared und der staatlichen Societe Infrastructure Numeriques (SIN) gegründet wurde, wird das Seekabel verwalten und warten.

Das private Seekabel, das Alcatel-Lucent Submarine Networks für Google errichtet, wird Fiber-Level-Switching nutzen. Traditionell verwenden Kabel das Wavelength-Level Switching, um Signale an den richtigen Ort zu leiten. Dabei muss die optische Wellenlänge eines Signals auf der Strecke angepasst werden, was Technik entlang des Seekabels erfordert. Eine andere Technik, Space-Division-Multiplexing (SDM), ermöglicht es, die maximale Anzahl von Glasfaserpaaren in einem Kabel von sechs auf mehr als zwölf zu erhöhen. Durch die höhere Zahl der Glasfaserpaare wird Fiber-Level-Switching möglich, was den Wechsel von Paar zu Paar statt von Wellenlänge zu Wellenlänge bezeichnet.

Das Kabel wird 16 statt 12 Faserpaare haben und vermutlich 16 * 20 TBit/s = 320 TBit/s übertragen.

Das Equiano-Kabel wurde nach Olaudah Equiano benannt, einem in Nigeria geborenen Schriftsteller und Kämpfer für das Verbot des Sklavenhandels, der selbst als Junge versklavt wurde. Google hatte das Kabel zuerst im Jahr 2019 angekündigt.


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