Seekabel: Colt bietet eine europäische Verbindung in die USA
Der europäische Netzbetreiber Colt Technology erweitert seine US-Kapazität durch den Anschluss seines Netzwerks an den New Jersey Fibre Exchange. Das gab Colt am 30. Mai 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der New Jersey Fibre Exchange ist ein neutraler Betreiber einer Seekabellandestation und eines Tier-3-Rechenzentrums in den USA.
Colt bietet damit eine weitere transatlantische Route von Europa in die USA und will den Mietern von NJFX On-Net-Services zur Verfügung stellen.
Colt sieht sich damit in der Lage, 100 GBit/s-Dienste zu Havfrue-/AEC-2-Landestationen in Irland und Dänemark sowie in Großbritannien zu verwalten und auf weitere Seekabelsysteme zuzugreifen, die von NJFX nach Europa und Brasilien reichen.
Colt Technology hat kein neues Seekabel verlegt, sondern mietet die Kapazität an bestehenden Seekabeln, erklärte ein Colt-Unternehmenssprecher Golem.de auf Anfrage. Ein Backbone mit hoher Kapazität über das Havfrue/AEC-2-Kabel von Aquacomm von NJFX zum Stellium-Rechenzentrum in Newcastle sei Kern der Erweiterung.
Zum Havfrue-Konsortium gehört der irische Seekabelbetreiber Aqua Comms, der norwegischen Rechenzentrumsbetreiber Bulk Infrastructure sowie die US-Konzerne Meta (Facebook) und Google (Alphabet). TE Subcom liefert das Havfrue-Kabelsystem. Facebook und Aqua Comms besitzen zwei Glasfaserpaare, außerdem vier Glasfaserpaare in der irischen Niederlassung. Bulk Infrastructure besitzt beide Glasfaserpaare der norwegischen Niederlassung.
Colt mit Hauptsitz in London gehört mehrheitlich dem US-amerikanischen Finanzdienstleister Fidelity Investments und ist in Luxemburg registriert. Kunden sind Konzerne und mittelständische Unternehmen, private Nutzer werden nicht bedient. In Deutschland konzentriert sich Colt Technology auf die zehn größten Städte.
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