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Seedance 2.0: Bytedance gibt Druck von Urhebern nach

Der chinesische Konzern kündigt Änderungen am KI -Videogenerator Seedance 2.0 an, um weitere Urheberrechtsverletzungen zu verhindern.
/ Mike Faust
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Bytedance habe die geäußerten Bedenken wahrgenommen, sagte ein Unternehmenssprecher. (Bild: Oriental Image via Reuters Connect)
Bytedance habe die geäußerten Bedenken wahrgenommen, sagte ein Unternehmenssprecher. Bild: Oriental Image via Reuters Connect

Bytedance wird Änderungen an seinem KI-Videotool Seedance 2.0 vornehmen, damit dieses nicht mehr für die Generierung prominenter Personen und urheberrechtlich geschützter Charaktere verwendet werden kann. Ein Unternehmenssprecher von Bytedance erklärte CNBC(öffnet im neuen Fenster) am 16. Februar 2026, dass das Unternehmen geistige Eigentumsrechte respektiere und die Bedenken bezüglich Seedance 2.0 gehört habe.

"Wir ergreifen Maßnahmen, um die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken und die unerlaubte Nutzung von geistigem Eigentum und Abbildungen durch Nutzer zu verhindern" , fügte der Sprecher hinzu.

Hollywood-Verband stellte Forderung an Bytedance

Der KI-Videogenerator Seedance 2.0 erregte mit einer realistischen Kampfszene zwischen Brad Pitt und Tom Cruise Aufsehen. Zudem wurden viele Videos veröffentlicht, die Disney dazu veranlassten, Bytedance ein Unterlassungsschreiben zukommen zu lassen , in dem es auf die nicht genehmigte Verwendung urheberrechtlich geschützter Charaktere hinwies.

Auch die Motion Picture Association, der Netflix, Paramount Skydance, Sony, Universal, Warner Bros. Discovery und Disney angehören, forderte Bytedance dazu auf, urheberrechtsverletzende Aktivitäten sofort einzustellen.

Teil einer Marketing-Kampagne

Kimi Onoda, Ministerin für Wirtschaftssicherheit in Japan, zeigte sich ebenfalls frustriert über die unerlaubte Verwendung beliebter Anime- und Manga-Charaktere, berichtet die South China Morning Post (SCMP)(öffnet im neuen Fenster) . Rui Ma, Gründerin des in San Francisco ansässigen Beratungsunternehmens Tech Buzz China, erklärte der SCMP, dass die Kontroverse wahrscheinlich Teil der Marketing-Strategie von Bytedance sei.

OpenAI hatte mit seinem KI-Videotool Sora kurz nach dessen Veröffentlichung ähnliche Probleme wie Bytedance, weil Nutzer Videos mit urheberrechtlich geschützten Charakteren und Prominenten erstellten. Das Unternehmen konnte letztendlich eine Einigung mit Disney erzielen, welches wiederum mit einer Milliarde US-Dollar bei OpenAI einstieg .


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