Abo
  • Services:
Anzeige
Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation
Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation (Bild: Tom-b/Wikimedia Commons/CC-BY 3.0)

Security: Locky- und Dridex-Botnetz ist spurlos verschwunden

Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation
Schematische Darstellung einer Botnetz-Operation (Bild: Tom-b/Wikimedia Commons/CC-BY 3.0)

Sicherheitsforscher haben einen massiven Rückgang von Infektionen der bekannten Malware-Familien Dridex und Locky beobachtet. Schuld sind offenbar Probleme beim verteilenden Botnetz. Für Locky gibt es keine neue Infrastruktur. Was mit Opfern passiert, ist derzeit offen.

Die in Deutschland weit verbreitete Ransomware Locky wurde in den vergangenen Monaten vermehrt über Botnetze verteilt - jetzt ist eines der größten auf mysteriöse Art und Weise verschwunden, wie Motherboard berichtet. Sicherheitsforscher der Firma Fireeye bestätigten, dass der Traffic über das Botnetz weitgehend zusammengebrochen sei, warum, sei noch unklar.

Anzeige

"Wir können nur bestätigen, dass die Dridex- und Locky-Spam-Kampagnen unserer Beobachtung nach seit dem 1. Juni aufgehört haben", schreiben sie in einem Statement bei Motherboard. Dridex ist ein bekannter Bankentrojaner, der versucht, Zahlungsinformationen von den Rechnern der Opfer zu kopieren und dann die Konten leerräumt.

Necurs ist nicht mehr

Der Zusammenbruch des Botnetzes Necurs, bei dem die Operationen gehostet wurden, könnte weitreichende Folgen haben. Denn mit dem Botnetz ist offenbar die gesamte Infrastruktur von Locky verschwunden. Unklar ist derzeit, ob von Locky betroffene Personen ihre Festplatte entschlüsseln können, selbst wenn sie zahlungswillig sind.

Seit dem 1. Juni seien auch keine neuen Command-and-Control-Server hinzugekommen, sagte der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont bei Motherboard. Beaumont hatte Locky intensiv studiert und den Trojaner als "Meisterstück" bezeichnet, weil die Kampagne weltweit lief, lokalisiert wurde und über eine leistungsfähige Infrastruktur verfügte.

Unklar ist, warum genau das Botnetz derzeit inaktiv ist. Einen Hinweis könnte eine Aktion des russischen Geheimdienstes FSB geben. Dieser hat nach Berichten von Reuters am 1. Juni 50 Hacker verhaftet, die insgesamt rund 25,33 Millionen US-Dollar von russischen Banken erbeutet haben sollen. Dabei kam jedoch die Malware Lurk zum Einsatz, eine Verbindung mit dem Necurs-Botnetz lässt sich also nicht beweisen.

Wer von Locky betroffen ist, kann Dateien unter Umständen mit den Schattenkopien auf seiner Festplatte wiederherstellen. Dazu wird das Programm ShadowExplorer benötigt.


eye home zur Startseite
bombinho 10. Jun 2016

https://www.golem.de/news/security-ransomware-bosse-verdienen-90-000-us-dollar-pro-jahr...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SCHMIDT Technology GmbH, St. Georgen
  2. Robert Bosch GmbH, Eisenach
  3. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 599€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Wochenrückblick

    Früher war nicht alles besser

  2. Raumfahrt

    Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  3. Cloud

    AWS bringt den Appstore für Serverless-Software

  4. Free-to-Play-Strategie

    Total War Arena beginnt den Betabetrieb

  5. Funkchip

    US-Grenzbeamte können Pass-Signaturen nicht prüfen

  6. Telekom-Chef

    "Sorry! Da ist mir der Gaul durchgegangen"

  7. WD20SPZX

    Auch Western Digital bringt flache 2-TByte-HDD

  8. Metal Gear Survive im Test

    Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake

  9. Cloud IoT Core

    Googles Cloud verwaltet weltweit IoT-Anlagen

  10. Schweden

    Netzbetreiber bietet 10 GBit/s für 45 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Homepod im Test: Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
Homepod im Test
Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
  1. Rückstände Homepod macht weiße Ringe auf Holzmöbeln
  2. Smarter Lautsprecher Homepod schwer reparierbar
  3. Smarter Lautsprecher Homepod-Reparaturen kosten fast so viel wie ein neues Gerät

Indiegames-Rundschau: Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
Indiegames-Rundschau
Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  1. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass
  2. Games 2017 Die besten Indiespiele des Jahres

HP Omen X VR im Test: VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
HP Omen X VR im Test
VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
  1. 3D Rudder Blackhawk Mehr Frags mit Fußschlaufen
  2. Kreativ-Apps für VR-Headsets Austoben im VR-Atelier
  3. Apps und Games für VR-Headsets Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc

  1. Re: ich lebe in Södermalm

    schnedan | 10:33

  2. Die Forderungen der Auto-Lobby sind so absurd wie...

    divStar | 10:31

  3. Re: Wehe die abzuspielende Datei ist defekt

    Vögelchen | 10:30

  4. Re: Autos brauchen keinen extra Ton

    divStar | 10:26

  5. ymmd

    stuempel | 10:24


  1. 09:02

  2. 17:17

  3. 16:50

  4. 16:05

  5. 15:45

  6. 15:24

  7. 14:47

  8. 14:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel