Security: Wie Entwickler für Cyberwaffen gefunden werden

Ein Hacker, der für die Staatstrojaner-Hersteller tätig war, rät anderen, sich Gedanken über das eigene Handeln zu machen. Für einen Ausstieg sei es nie zu spät.

Artikel veröffentlicht am ,
Kali ist der Nachfolger der Linux-Distribution Backtrack.
Kali ist der Nachfolger der Linux-Distribution Backtrack. (Bild: Kali-Projekt)

Firmen wie Gamma oder Digitask haben Probleme, die passenden Entwickler zu finden. Das berichtet die Redaktion der Datenschleuder (PDF) des Chaos Computer Clubs. Sie hat mit den Hackern Simon und Bernd gesprochen, die Cyberwaffen entwickelten.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator*In für Hbbtv-Systeme
    Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Potsdam, Berlin
  2. IT-Systemadministrator für Infrastruktur (m/w/d)
    CREATON GmbH, Wertingen
Detailsuche

Am dringlichsten suchten die Branche und auch die Behörden erfahrene Malware-Autoren. Gebraucht würden Menschen, die Spaß am Hacken und Forschen haben, und Fähigkeiten mitbrächten, die nicht an Hochschulen vermittelt würden. Firmen wie Gamma oder Digitask müssten selbst Forschung betreiben, um ihren Bestand an Sicherheitslücken und Exploits immer aktuell zu halten.

Die britische Firma Gamma International sei auf die Gruppe zugegangen, die die Linux-Distribution Backtrack mit Werkzeugen für Sicherheitstests entwickelt hat. Etwa im Jahr 2006 fragte das Unternehmen an, ob ein Mitglied der Entwicklergruppe zur Verfügung stünde, um Penetration Test Training durchzuführen. Die Distribution Backtrack wurde inzwischen in Kali umbenannt.

Am Ende der Entwicklung des Teams, in dem Simon mitarbeitete, stand ein Werkzeug, das das Kompromittieren nahezu jeden PCs und Notebooks durch Verbinden mit einem Linux-PC an die Firewire- oder bei Notebooks die PC-Card-Schnittstelle ermöglichte.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Beiden kamen mit der Zeit immer mehr Zweifel an der Arbeit, weil sie merkten, dass die Werkzeuge zum Angriff durch Regierungen auf Oppositionelle überall auf der Welt dienen könnten. Ein weiterer extrem fragwürdiger Job, für den immer noch Verschwiegenheitsvereinbarungen gelten, führte dann zum Ausstieg von Simon und Bernd. Simon erklärte: "Man stumpft einfach ab. Und das muss man auch." Dennoch sei sich jeder seines Handelns bewusst, spätestens nach den öffentlichen Debatten um die verkauften Technologien. Simon rät jedem Hacker dazu, sich Gedanken über das eigene Handeln zu machen. Das Argument, dass, wenn man es nicht selbst mache, sich eben ein anderer finde, sei nicht richtig. Denn es finde sich nämlich möglicherweise einfach niemand für solche Tätigkeiten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


thommy 15. Sep 2013

Falsch! Am schlimmsten sind Kölner. Sprachlich und menschlich.

ledonz 12. Sep 2013

Oh man.. Damit hast du dich geoutet....

a user 12. Sep 2013

höher als bei was? als bei einem krieg mit konventionellen waffen? das glaube ich nicht...

dollar 12. Sep 2013

der spruch ist auch als " die russen kommen" bekannt. machen wir dann die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Tesla-Fabrik
In Grünheide soll "totales Chaos" herrschen

Die Tesla-Fabrik in Grünheide hinkt ihren Produktionszielen noch weit hinterher. Es gibt zu wenig Personal oder die Mitarbeiter kündigen wieder.

Tesla-Fabrik: In Grünheide soll totales Chaos herrschen
Artikel
  1. Elbit Systems Deutschland: Neue Bundeswehr-Funkgeräte lösen Retrogeräte von 1982 ab
    Elbit Systems Deutschland
    Neue Bundeswehr-Funkgeräte lösen Retrogeräte von 1982 ab

    Vor rund einem Jahr hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr für 600 Millionen Euro Tausende Funkgeräte aus dem Jahr 1982 nachbauen lassen. Nun werden ganz neue angeschafft.

  2. Europäischer Rat: Einigung über Bargeldobergrenze von 10.000 Euro
    Europäischer Rat
    Einigung über Bargeldobergrenze von 10.000 Euro

    Der Europäische Rat hat sich auf eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro verständigt. Auch Kryptowährungen sollen streng reguliert werden.

  3. Angespielt: Diablo 4 wird brutal, makaber und ein bisschen eklig
    Angespielt
    Diablo 4 wird brutal, makaber und ein bisschen eklig

    Open-World-Freiheiten, dynamische Events und eine geteilte Spielwelt: Golem.de hat Diablo 4 angespielt und mit den Entwicklern gesprochen.
    Von Olaf Bleich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon bestellbar • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.689,90€, MSI 28" 4K 579€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ • Alternate: Acer Gaming-Monitor 27" 159,90€, Razer BlackWidow V2 Mini 129,90€ • 20% Extra-Rabatt bei ebay • Amazon Last Minute Angebote [Werbung]
    •  /