Was ist mit den übrigen neun Prozent?

Er wiederholt damit eine Zahl, die auch auf der NSA-Webseite steht. Dort heißt es allerdings, die NSA habe in ihrer gesamten Geschichte 91 Prozent der gefundenen Lücken gemeldet. Wie viele es dieses Jahr gewesen sein sollen, steht dort nicht.

Und was ist mit den übrigen neun Prozent? Entweder hätten die Hersteller in diesen Fällen die Lücke schon selbst gekannt, sagt Rogers. Oder die NSA habe die Informationen extra nicht weitergegeben - "aus Gründen der nationalen Sicherheit."

Die NSA kümmert sich um den Schutz des Landes - das ist Rogers Botschaft. Ganz im Sinne des amtlichen Auftrags. Die Regierung tendiere eher zu Defensive. Anstatt also offensiv zu arbeiten, um so an ein paar Geheimnisse mehr heranzukommen, konzentriere sich der Geheimdienst auf eine gute Absicherung.

Rogers: "Ich kann nicht eigenmächtig entscheiden."

Ob Informationen an Firmen übermittelt würden, wäge die NSA im Einzelfall ab. "Ich kann nicht eigenmächtig entscheiden, ob ich dieses Wissen weitergeben will oder nicht", sagte Rogers. Die NSA frage sich beispielsweise, wie verbreitet eine Lücke sei. Der Geheimdienst überlege, wie schlimm es wäre, wenn fremde Angreifer das Einfallstor nutzen würden. Rogers führt nicht aus, welche Antwort zu welchem Ergebnis führt.

Denn auch andere Nationen - Russland, China, Iran - könnten Lücken finden und mit ihrer Hilfe die USA attackieren. Weil die NSA aber Wissen für sich behält, so der Vorwurf, macht die Nationale Sicherheitsagentur die USA unsicherer.

Die 91-Prozent-Statistik soll nun die amerikanischen Bürger beruhigen. Sie sei aber wenig aussagekräftig, betont die Nachrichtenagentur Reuters. Es kommt nämlich nicht nur darauf an, wie viele Sicherheitslücken die NSA weitergibt - sondern auch, wann sie das tut. Informiert sie die betroffenen Firmen erst später, können NSA und andere Geheimdienste die Lücke noch ausnutzen. Das bringt Internetnutzer weltweit in Gefahr. Dass die 91 Prozent gemeldeten Lücken von der NSA bereits ausgenutzt worden seien und deshalb für den Geheimdienst keinen strategischen Wert mehr besäßen, sei eine "vernünftige Annahme", sagte ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses der Agentur Reuters.

Diese Anmerkung untermauert der Fall Stuxnet. Die Angreifer hatten ihr IT-Wissen jahrelang für sich behalten, um die Atomanlagen hacken zu können. Wertvolle Zeit - aber eben nicht nur für die NSA.

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 Security: Wie die NSA das "S" im Namen gefährdet
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DeathMD 10. Nov 2015

Kann bitte jemand das Bild von diesem psychotischen, gollumähnlichen Wesen entfernen...

X-XXX-X 10. Nov 2015

Die ganze Erdkugel ist das Habitat. Wie schützt man die wild gewordenen Anteile...

bofhl 10. Nov 2015

Bring das mal Militärs bei - für die meisten sind Hilfsorganisationen oft gleichgesetzt...

Funny77 10. Nov 2015

Als ich "Seine Verteidigungsstrategie: Er betont das "S" in NSA." gelesen hab, hab ich...



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