Security: Wie Betrüger Apple Pay missbrauchen können

Apple Pay ist praktisch und gilt als sicher. Doch das System lässt sich von Kriminellen missbrauchen, um digitale Kreditkartenkopien zu erstellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple Pay lässt sich für Kreditkartenmissbrauch nutzen.
Apple Pay lässt sich für Kreditkartenmissbrauch nutzen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Betrüger können illegal kopierte Kreditkartendaten nutzen, indem sie die Daten bei Apple Pay eingeben und autorisieren. Das funktioniert bei den Karten vieler Anbieter erstaunlich gut, wie auf der RSA-Conference in San Francisco gezeigt wurde. Problematisch sei dabei vor allem die lasche Authentifizierungspraxis der kartenausgebenden Institute, doch es gebe auch einiges, was Apple verbessern könnte, sagte David Dewey von Pindrop. Nach Berichten über Missbrauch mit dem neuen Zahlungsstandard hat Dewey über mehrere Monate getestet, ob und wie einfach Kreditkarten hinzugefügt werden können - sein Ergebnis ist ernüchternd.

Inhalt:
  1. Security: Wie Betrüger Apple Pay missbrauchen können
  2. Es gibt auch technische Schwachstellen

Wird eine neue Karte bei Apple Pay hinzugefügt, muss diese authentifiziert werden. Wie der Prozess technisch funktioniert, ist nicht genau bekannt, es können lediglich Hinweise per Reverse-Engineering gewonnen werden. Die Banken können aus verschiedenen Möglichkeiten wählen, um die Karte bestätigen zu lassen. Alternativen sind zum Beispiel E-Mail, SMS oder ein Gespräch mit dem Kundenservice. Kunden können eine der Möglichkeiten auswählen. Betrüger würden in der Regel das persönliche Gespräch bevorzugen, weil sie darin am meisten Kontrolle über die Situation gewinnen würden, sagte Dewey.

Gespräche lassen sich leicht manipulieren

Im Gespräch müssen dann persönliche Fragen beantwortet werden, etwa nach dem Wohnort, Familienstand oder Verwandten und Bekannten. Die Antworten auf solche Fragen lassen sich jedoch oft ohne Probleme in sozialen Netzwerken oder auf anderen Aggregator-Diensten finden und stellen somit keine große Hürde da.

In vielen Fällen verzichteten die Banken sogar auf diese Form der Authentifizierung - etwa wenn der im iTunes-Konto angegebene Name mit dem Namen auf der Kreditkarte übereinstimme, sagte Dewey. Das ist als Sicherheitspraxis problematisch, weil diese Information komplett unter der Kontrolle des Angreifers ist.

Apple weist allen für Apple Pay verwendeten iTunes-Accounts ein individuelles Risikolevel zu. Auch hier ist nicht ganz klar, wie genau das funktioniert. Denkbar ist, dass Daten vorheriger Transaktionen in die Bewertung einfließen, außerdem Hinweise aus der Apple-Pay-Historie selbst. Wer also ständig verschiedene Kreditkarten mit verschiedenen Namen hinzufügt, könnte unter Umständen eine schlechtere Bewertung bekommen. In der Praxis war es aber laut Dewey ohne Probleme möglich, eine bestimmte Kreditkarte unter einem Apple-Pay-Namen zu registrieren, wieder zu entfernen und später erneut unter einem anderen Namen anzumelden, ohne dass das zu direkten Account-Sperrungen oder ähnlichem geführt hätte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Es gibt auch technische Schwachstellen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


EvilSheep 03. Mär 2016

Hm höchstens weil dann zu viele den Support anrufen und sich beschweren das ihre Karte...

EvilSheep 03. Mär 2016

Ich denke hier kann man im Gegensatz zu den meisten Fällen wirklich von hacken sprechen...

Bill Carson 03. Mär 2016

Zu wenig Verbreitung, immernoch zu schlechtes Image.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Discounter
Netto bringt Balkonkraftwerk mit 820 Watt Peak

Netto hat ein Balkonkraftwerk mit 820 Watt (Peak) im Angebot, das direkt an eine Steckdose angeschlossen werden kann und die Stromrechnung reduzieren soll.

Discounter: Netto bringt Balkonkraftwerk mit 820 Watt Peak
Artikel
  1. OpenAI: ChatGPT-Firma lässt Programmierer die KI trainieren
    OpenAI
    ChatGPT-Firma lässt Programmierer die KI trainieren

    OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, hat Hunderte von Freiberuflern aus Schwellenländern zum Trainieren von Programmierfähigkeiten der KI eingesetzt.

  2. Arbeit im Support: Von der Kunst, Menschen und Technik zu jonglieren
    Arbeit im Support
    Von der Kunst, Menschen und Technik zu jonglieren

    Geht nicht, gibt's oft - und dann klingelt das Telefon beim Support. Das Spektrum der Probleme ist gewaltig und die Ansprüche an einen guten Support auch. Ein Leitfaden für (angehende) Supportmitarbeiter.
    Ein Ratgebertext von Lutz Olav Däumling

  3. Raumfahrtkonzept: Schnellere Weltraumreisen durch Pellet-Strahlenantrieb
    Raumfahrtkonzept
    Schnellere Weltraumreisen durch Pellet-Strahlenantrieb

    Die Nasa fördert innovative Konzepte für die Raumfahrt. Darunter eines, dass Weltraumreisen viel schneller machen soll.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 980 PRO 1TB Heatsink 111€ • Patriot Viper VPN100 2TB 123,89€ • Corsair Ironclaw RGB Wireless 54€ • Alternate: Weekend Sale • WSV bei MediaMarkt • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM-/Graka-Preisrutsch [Werbung]
    •  /