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Security: Western Digital gehackt

Der Festplattenhersteller Western Digital hat einen Hack bestätigt, bei dem Daten gestohlen wurden. Auch Dienste wie My Cloud funktionieren derzeit nicht.
/ Moritz Tremmel
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Western Digitals My Cloud ohne Internetzugriff (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Western Digitals My Cloud ohne Internetzugriff Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Western Digital hat einen "Netzwerksicherheitsvorfall" , der die Systeme des Festplattenherstellers betrifft, bestätigt. Demnach haben sich Angreifer "Zugang zu einer Reihe von Systemen des Unternehmens" verschafft. Betroffen sind unter anderem die My-Cloud-Geräte.

Auf Basis der bisherigen Ermittlungen gehe das Unternehmen davon aus, dass Unbefugte Daten von den internen Systemen kopiert haben, schreibt Western Digital in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . Derzeit analysiere man die Art und den Umfang der kopierten Dateien.

Western Digital "ergreift proaktive Maßnahmen zur Sicherung seiner Geschäftsabläufe, einschließlich der Abschaltung von Systemen und Dienstleistungen, und wird gegebenenfalls weitere Schritte unternehmen," heißt es von dem Laufwerkhersteller.

My Cloud nicht über das Internet erreichbar

Laut einem Bericht des Onlinemagazins Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) sind von dem Vorfall unter anderem die NAS-Geräte des Herstellers betroffen. Auf die My Cloud genannten Geräten können sich ihre Eigentümer demnach derzeit nicht über das Internet auf ihre Dateien zugreifen.

Details zu dem Angriff nennt der Hersteller nicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um einen Ransomwareangriff handelt. Bisher hat sich jedoch keine Ransomwaregruppe öffentlich zu dem Angriff bekannt.

In den vergangenen Jahren hatte insbesondere die My-Cloud-Serie von Western Digital immer wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen. So waren über anderthalb Jahre Exploits im Internet zu finden, die Angreifern einen Administratorzugang auf Western Digitals Einsteiger-NAS-Serie My Cloud verschaffen konnten, bis der Hersteller einen Patch ankündigte. Im Januar 2021 bot der Hersteller ein Austauschprogramm für unsichere Cloud-Festplatten an, bei dem die Kunden allerdings keinen kostenlosen Ersatz, sondern nur einen Rabatt bekamen. Im Januar 2022 schloss der Festplattenhersteller zudem mehrere Sicherheitslücken , die ebenfalls einen Zugriff von Dritten ermöglichten.


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