Abo
  • Services:
Anzeige
Eine Übersicht der von Spammern genutzten IP-Adressen
Eine Übersicht der von Spammern genutzten IP-Adressen (Bild: Spamhaus)

Security: Verizon routet 4 Millionen Spammer-IPs

Eine Übersicht der von Spammern genutzten IP-Adressen
Eine Übersicht der von Spammern genutzten IP-Adressen (Bild: Spamhaus)

IPv4-Adressen sind ein knappes Gut. Doch der US-Anbieter Verizon reagiere trotzdem nicht auf Missbrauchsmitteilungen, kritisiert eine Sicherheitsfirma.

Die Sicherheitsfirma Spamhaus wirft dem US-Internetserviceprovider Verizon vor, zahlreiche IP-Blöcke zu announcen, die von Spammern missbraucht werden. Auf zahlreiche Mitteilungen des Sachverhaltes habe der ISP nicht reagiert, heißt es in einem Blogpost auf der Seite des Unternehmens.

Anzeige

Im aktuellen Fall geht es um insgesamt mehr als vier Millionen IP-Adressen, die eigentlich verschiedenen Unternehmen aus China und Südkorea zugeteilt sind. Diese Unternehmen hätten die IP-Adressen aber über Jahre hinweg nicht genutzt, schreibt Spamhaus. Mittlerweile würden Spammer und Cyberkriminelle die Adressen nutzen. Diese versuchten, ihren Traffic über möglichst viele IP-Adressen zu verteilen, um der Spam-Erkennung zu entgehen.

Möglicherweise wurden die IP-Blöcke auf dem Schwarzmarkt gehandelt, oder aber die kriminellen Banden haben die IP-Adressen anderweitig übernommen. Vermutlich sind die betreffenden Internetserviceprovider seit mehreren Jahren nicht mehr im operativen Betrieb. Hier liegt ein Problem: Denn Missbrauchsmitteilungen (Abuse-Reports) werden an die hinterlegte Adresse des ISP zugestellt - und nicht an den Anbieter, der die IP-Adressen routet.

ISP dürfen eigene autonome Systeme nutzen

Würden die ISP die IP-Adressen tatsächlich noch selbst verwenden, dürften sie in aller Regel ihre eigenen autonomen Systeme zur Verwaltung der IP-Adressen nutzen. Die Tatsache, dass die den Providern zugeordneten IP-Adressen über ein bei Verizon angemietetes System gehostet werden, sollte den Anbieter also eigentlich misstrauisch machen.

Spamhaus zeigt sich daher verwundert darüber, dass Verizon die Blöcke nicht eingehender prüfe, bevor die IP-Adressen bekannt gegeben würden. Große IP-Blöcke aus dem Asien-Pazifik-Raum mit ungewöhnlichem Traffic sollten eigentlich die Aufmerksamkeit des ISP erregen, heißt es in dem Blogpost. Zudem sei Verizon seit dem vergangenen September mehrfach auf verschiedenen Ebenen auf die Spam-Adressen hingewiesen worden. Passiert ist nicht viel - bislang habe Verizon nur den 155.40.0.0/16-Block aus seinen Systemen entfernt.

Ein Verizon-Sprecher sagte dem Portal Securityweek, dass man sich des Problems bewusst sei. Man habe ein Programm, mit dem Nutzer Missbrauch melden könnten. Ob und wann die missbräuchlich genutzten IPs aus den Systemen entfernt werden, sagte der Sprecher nicht.

Seitdem im Jahr 2011 der letzte IPv4-Block an die zuständigen Registrare zugeteilt wurde, können nur noch Restbestände verwaltet werden. Vier der fünf RIRs haben ihre Bestände mittlerweile komplett zugeteilt, nur das europäische Ripe Network Coordination Centre vergibt noch IP-Adressen aus dem letzten verfügbaren /8-Block.


eye home zur Startseite
phade 14. Jan 2016

Hi, wenn ich mir unsere Statistiken so angucke, sehe ich aber auch genügend ISP aus...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Bühl
  2. KWS Services Deutschland GmbH, Einbeck
  3. DPD Deutschland GmbH, Aschaffenburg
  4. Elumatec AG, Mühlacker bei Pforzheim


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Drei Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11
  2. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS
  3. iPhone iOS 11 bekommt Schutz gegen unerwünschte Memory-Dumps

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  2. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  3. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster

  1. Re: Macht bei mir sogar Sinn

    atikalz | 21:34

  2. Re: Klassische Verschlimmbesserung

    atikalz | 21:34

  3. Re: die hätten vor dem unfähigen LG Köln klagen...

    pointX | 21:32

  4. Re: Es nervt!!!

    DetlevCM | 21:31

  5. Re: Apple will das Kommunikationsverhalten diktieren

    atikalz | 21:30


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel