Abo
  • Services:

Security: Schwachstelle erlaubt lokale Rechteausweitung in OS X 10.10

Ein Fehler in Apples OS X 10.10.4 erlaubt es, sich administrative Privilegien zu verschaffen. Die Schwachstelle kann nur lokal ausgenutzt werden und wurde in der Beta von OS X 10.11 bereits behoben.

Artikel veröffentlicht am ,
Über eine Schwachstelle lässt sich unter OS X 10.10.4 ein Rechner mit Root-Rechten übernehmen.
Über eine Schwachstelle lässt sich unter OS X 10.10.4 ein Rechner mit Root-Rechten übernehmen. (Bild: Twitter/Stefan Esser/ Screenshot: Golem.de)

In Apples OS X 10.10.4 sowie in der Beta von Version 10.10.5 gibt es eine Schwachstelle, die genutzt werden kann, um beliebige Befehle als Administrator auszuführen und auch, um Malware einzuschleusen. Der IT-Sicherheitsexperte Stefan Esser hat Details zu der Lücke in seinem Blog veröffentlicht und selbst einen Patch entwickelt. Apples Entwickler kennen die Schwachstelle wohl selbst, denn in der Beta von OS X 10.11 wurde sie bereits behoben.

Stellenmarkt
  1. Versicherungskammer Bayern, Saarbrücken
  2. MDK Baden-Württemberg Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Lahr

Laut Esser wurde die Schwachstelle im Zuge neuer Funktionen im Dynamischen Linker Dyld eingeführt. Über die Variable DYLD_PRINT_TO_FILE lassen sich Fehlerprotokolle in eine beliebige Datei öffnen oder schreiben - sogar mit Root-Rechten. Normalerweise sollte der Linker sämtliche Variablen ablehnen, die die Rechte unerlaubt erhöhen. Im Fall der Variable DYLD_PRINT_TO_FILE hingegen wurde diese Sicherheitsfunktion nicht berücksichtigt. Ein weiteres Problem ist, dass eine so erstellte Protokolldatei auch niemals geschlossen wird und so alle erhöhten Rechte an neu erstellte Prozesse weitergibt. Damit kann ein normaler Benutzer die komplette Kontrolle über das System erhalten.

Mit dem Befehl

echo 'echo "$(whoami) ALL=(ALL) NOPASSWD:ALL" >&3' | DYLD_PRINT_TO_FILE=/etc/sudoers newgrp; sudo -s

lässt sich die Schwachstelle als Benutzer zu Demonstrationszwecken ausnutzen. Der aktuelle Benutzer wird dabei in die bestehende Konfigurationsdatei sudoers eingetragen, was ihm Root-Rechte beschert. Mit dem Root-Befehl newgrp erhält man die benötigten Schreibrechte zu der Textdatei Sudoers. Die Variable NOPASSWD sorgt dafür, dass der Benutzer kein Root-Passwort eingeben muss. Anschließend wird noch der Befehl sudo -s ausgeführt. Damit wird eine neue Shell mit administrativen Privilegien geöffnet.

Esser hat einen Kernel-Treiber entwickelt, der die Schwachstelle schließt. Den Code für SUIDGuard und eine signierte Version des Treibers stellt der Entwickler auf Github bereit.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,99€
  2. 19,99€
  3. 22,49€
  4. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)

DrWatson 24. Jul 2015

Geheimdienste z.B. haben auch bei proprietärer Software zugriff auf den Quellcode und...

dschu 23. Jul 2015

So isset.


Folgen Sie uns
       


Cryorig Taku - Test

Das Cryorig Taku ist ein ungewöhnliches Desktop-Gehäuse, bei dem die Montage leider fummelig ausfällt.

Cryorig Taku - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten
  2. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  3. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen

    •  /