Abo
  • Services:
Anzeige
Die Ransomware Synolocker befällt NAS-Systeme von Synology.
Die Ransomware Synolocker befällt NAS-Systeme von Synology. (Bild: Mike Evangelist)

Security: Ransomware übernimmt NAS von Synology

Die Malware Synolocker verschlüsselt sämtliche Dateien auf NAS-Systemen von Synology und verlangt danach Lösegeld. Noch ist das Einfallstor für Malware unbekannt.

Anzeige

Mit einer sogenannten Ransomware erpressen Unbekannte Besitzer eines NAS-Systems von Synology. Sie installieren einen Trojaner, der sämtliche Dateien auf dem NAS verschlüsselt. Gegen die Zahlung von 0,6 Bitcoin - umgerechnet etwa 270 Euro - sollen die Opfer ihre Daten wieder freikaufen können. Um zusätzlichen Druck auszuüben, setzen die Täter eine Frist von sieben Tagen. Danach soll sich die geforderte Summe verdoppeln. Noch ist die Lücke, über die die Täter die Malware einschleusen, nicht bekannt.

Wie die Ransomware auf die NAS-Systeme gelangt, ist derzeit unklar. Möglicherweise handelt es sich um eine Sicherheitslücke in der Firmware der NAS-Systeme. Nach der Entdeckung des Heartbleed-Fehlers in Openssh hatte Synology ein Update veröffentlicht, das aber einige Systeme lahmlegte. Synology arbeite mit Hochdruck an der Lösung des Problems, heißt es aus dem Unternehmen. Um sich gegen den Angriff zu wehren, sollten Nutzer ihre Systeme vom Internet trennen und ein Backup aller darauf befindlichen Daten vornehmen. Außerdem sollten Anwender möglichst bald auf eine aktuelle Version der Firmware umsteigen. Nach Berichten im Synology-Forum ist aber auch DSM 5 angreifbar.

Von einer Zahlung der geforderten Summe raten Strafverfolgungsbehörden ab. Zum einen gibt es keine Garantie, dass die Daten danach tatsächlich wieder freigegeben werden. Zum anderen sammeln die Täter die Namen williger Opfer, um sie nach Möglichkeit ein zweites Mal zu erpressen.

Die Malware Synolocker basiert auf Cryptolocker, die auch unter Windows verwendet wird. Sie wird stetig weiterentwickelt und gilt gegenwärtig als nicht knackbar. Nachdem sich die Ransomware auf dem System eingenistet hat, verschlüsselt sie sämtliche dort befindlichen Daten. Anschließend erscheint eine Mitteilung im Administrationsbereich, die technische Details der Malware erläutert und damit dem Opfer zu verstehen gibt, dass die Daten im Falle einer Nichtzahlung unwiederbringlich verloren sind.

Nachtrag vom 5. August 2014, 13:00 Uhr

Gegenwärtig geht Synology davon aus, dass nur DSM 4,x vom Befall der Ransomware betroffen ist. Der Trojaner nutzt dabei wohl eine Sicherheitslücke aus, die Synology bereits im Februar 2014 behoben hatte. Auf einer entsprechend datierten Webseite stehen die Versionsnummern der Updates, die im Download-Center erhältlich sind. DSM 5.0 sei nicht betroffen, so das Unternehmen, und verlinkt auf eine weitere Webseite, in der die sichere Abschottung eines Systems beschrieben wird.


eye home zur Startseite
SoniX 11. Aug 2014

Ich habe zwei, eine ist aus dem Netz erreichbar. Die Zweite ist aber in der ersten...

SoniX 11. Aug 2014

http://www.synology-wiki.de/index.php/Grunds%C3%A4tzliches_zum_Thema_Netzwerksicherheit...

gaelic 07. Aug 2014

Also wenn du Leute für eine Straftat anheuerst gehst du selbst kein Risiko ein. Da hab...

mag 06. Aug 2014

Dann wird auch sie/er lernen, dass es die Hoffnung ist, die zuletzt stirbt. ;)

Cook 06. Aug 2014

Kein Mensch zwingt dich, dein Nas ins Internet zu verbinden. Oder wenn du es machst...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
  2. STAHLGRUBER GmbH, Poing bei München
  3. cab Produkttechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe
  4. Heraeus infosystems GmbH, Hanau bei Frankfurt am Main


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. jetzt bei Alternate

Folgen Sie uns
       


  1. Bundestagswahl 2017

    Ein Hoffnungsschimmer für die Netzpolitik

  2. iZugar

    220-Grad Fisheye-Objektiv für Micro Four Thirds vorgestellt

  3. PowerVR

    Chinesen kaufen Imagination Technologies

  4. Zukunftsreifen

    Michelin will schwammartiges Rad für fahrerlose Autos bauen

  5. Bundestagswahl 2017

    Union und SPD verlieren, Jamaika-Koalition rückt näher

  6. IFR

    Zahl der verkauften Haushaltsroboter steigt stark an

  7. FTTH

    CDU für Verkauf der Telekom-Aktien

  8. Konkurrenz

    Unitymedia gegen Bürgerprämie für Glasfaser

  9. Arduino MKR GSM und WAN

    Mikrocontroller-Boards überbrücken weite Funkstrecken

  10. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: wieso denn Neuwahlen?

    robinx999 | 07:56

  2. Re: parlamentarische "Demokratie" ist nicht...

    caldeum | 07:55

  3. Re: So ein Quatsch - was ist das für ein Blödsinn

    bark | 07:54

  4. Re: mich freut es

    F4yt | 07:52

  5. Irrtümlich kommentiert

    .headcrash | 07:47


  1. 07:52

  2. 07:33

  3. 07:25

  4. 07:17

  5. 19:04

  6. 15:18

  7. 13:34

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel