Abo
  • IT-Karriere:

Security: OpenBSD versteckt und enthüllt Dateisystemzugriffe

Zusätzlich zum Filtern von Systemaufrufen erstellt das Team von OpenBSD eine Technik, um Dateisystemzugriffe einer Anwendung weitgehend zu beschränken. Beide Techniken sollen sich ergänzen und das Ausführen von Anwendungen sicherer machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Kugelfisch ist das Maskottchen von OpenBSD.
Ein Kugelfisch ist das Maskottchen von OpenBSD. (Bild: George Parrilla/CC-BY 2.0)

Seit mehr als zwei Jahren steht in dem auf Sicherheit fokussierten Betriebssystem OpenBSD der Systemaufruf Pledge zur Verfügung, mit dem sich die erlaubten Funktionen einer Anwendung deutlich einschränken lassen, wie etwa der Aufruf bestimmter Systemaufrufe. Anwendungen haben dann aber immer noch theoretisch weiten Zugriff auf das Dateisystem. Letzteres soll mit dem neuen Werkzeug Unveil verhindert werden.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München, Meckenheim
  2. ruhlamat GmbH, Marksuhl

In der Erklärung dazu heißt es: "Der erste Aufruf von Unveil entfernt die Sichtbarkeit des gesamten Dateisystems von allen anderen dateisystembezogenen Systemaufrufen (wie Open, Chmod und Rename), außer dem angegebenen Pfad". Nachfolgende Aufrufe von Unveil können dann weitere Dateisystempfade freigeben, was den Namen leicht erklärt, der übersetzt Enthüllen bedeutet.

Das Werkzeug kann darüber hinaus dauerhaft zur weiteren Verwendung gesperrt werden, so dass Anwendungen keine weiteren Pfade für einen Zugriff öffnen können. Versucht eine Anwendung, auf einen Pfad zuzugreifen, der nicht für sie freigegeben ist, wird die mit einer Fehlermeldung des Systems quittiert und der Zugriff scheitert - wie zu erwarten. Über sogenannte Flags kann mit Unveil zudem festgelegt werden, welche Berechtigungen für die in dem Aufruf genutzten Pfade gelten sollen. Also ob die Operationen Lesen, Schreiben, Ausführen oder Erstellen von Dateien erlaubt sind.

Der OpenBSD-Entwickler Bob Beck stellt in einer Präsentation (PDF) auf einer Konferenz dar, dass Unveil gemeinsam mit Pledge verwendet werden soll. Wie bei Pledge ist es aber auch bei Unveil zunächst schwierig herauszufinden, welche Zugriffe einer Anwendung erlaubt sein müssen, damit diese richtig funktioniert. Laut Beck habe das Team dies bereits für etwa 40 Anwendungen aus dem Basissystem umgesetzt. Aktuellen Pläne zufolge könnte Unveil erstmals mit dem kommenden OpenBSD 6.4 stabil erscheinen, das im kommenden Herbst veröffentlicht werden soll.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Alien 40th Anniversary Steelbook, Ash vs Evil Dead Collector's edition, Predator 1 - 4 Box...
  2. ab 0,89€ (u. a. enthalten Distraint 2, Rusty Lake Paradise, Nex Machina, Shantae: Half-Genie Hero)
  3. (u. a. The Division 2 für 36,99€, Just Cause 4 für 17,99€, Kerbal Space Program für 7,99€)
  4. (u. a. Sandisk Plus 1-TB-SSD für 88,00€, WD Elements 4-TB-Festplatte extern für 79,00€)

RipClaw 19. Jul 2018

Ich nutze bei Diensten die gerne Möglichkeiten von systemd. Dort kann man über...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B vorgestellt

Nicht jedem dürften die Änderungen gefallen: Denn zwangsläufig wird auch neues Zubehör fällig.

Raspberry Pi 4B vorgestellt Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

    •  /