Security: Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor

Mit dem auf Tor aufbauende Onionshare können Dateien auch auf privaten Rechnern leicht hoch- und heruntergeladen werden. Die nun verfügbare Version 2.0 ermöglicht einen besonders einfachen Austausch von Dateien.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Onionshare soll das Teilen von Dateien über Tor vereinfachen.
Onionshare soll das Teilen von Dateien über Tor vereinfachen. (Bild: Robert Couse-Baker, flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Entwickler Micah Lee stellt im Blog des Tor-Projekts die Version 2.0 von Onionshare vor. Die Software ist dazu gedacht, Dateien über das Tor-Netzwerk zu versenden und zu empfangen. Mit der aktuellen Version 2.0 soll das Teilen besonders einfach sein. Dazu reicht es aus, in der Anwendung Dateien hinzuzufügen und den Teilen-Knopf zu klicken.

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Ebenso leicht soll das Empfangen von Dateien über den Dienst sein. So reicht es dazu aus, in der Anwendung einfach den Empfangsmodus per Klick zu aktivieren. Damit werde der eigene Rechner zu einer Art anonymen Ablage umfunktioniert, wie es in dem Blogeintrag heißt. Dies sei außerdem eine leichtgewichtigere und weniger komplizierte Alternative zu Techniken wie Securedrop.

Onion-Dienst auf dem eigenen Rechner

Für die Nutzung der Software startet die Anwendung auf dem Rechner der Nutzer einen Server mit einem Onion-Dienst und dazugehöriger Adresse. Über den Tor-Browser können Dritte dann auf diese Adresse zugreifen und Dateien hoch- oder herunterladen.

Die von Onionshare erzeugte lange und zufällige Adresse nutzt die Version 3 der Onion-Adressen. Eine Option erlaubt auch den Einsatz der älteren, kürzeren v2-Adressen. Firewalls und NAT spielen in diesem Fall keine Rolle, weil sich der Dienst mit dem Tor-Netzwerk verbindet. Dass die Onion-Adressen HTTP verwendeten, sei ebenfalls in Ordnung, da die Tor-Dienste ja sowieso Ende-zu-Ende-verschlüsselt funktionierten, erklärte Lee.

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Der Entwickler bewirbt seine Software in dem Blogeintrag damit, dass sie unabhängig von kommerziellen Anbietern funktioniere. Da der lokale Computer die Dateien hostet, hängt die Geschwindigkeit beim Up- und Download vom lokalen Netzwerk ab. Wird der eigene Laptop zugeklappt oder das Teilen abgebrochen, wird auch der Dateiaustausch direkt gestoppt. Dies geschieht allerdings auch automatisch, sobald jemand die Datei heruntergeladen hat. Soll die mit einer Gruppe geteilt werden, muss dies explizit ausgewählt werden.

Der sichere Datenaustausch setzt natürlich voraus, dass das Gegenüber die Zugriffsadresse über einen sicheren Übertragungsweg erhält. Fällt die URL Dritten in die Hände, können diese ebenfalls problemlos über die Onion-Adresse auf die geteilten Dokumente zugreifen und Dateien herunterladen oder hochladen.

Weitere Details zu Onionshare 2 liefert der Blogpost von Lee. Zu finden ist die Software auf Onionshare.org, der Quellcode ist offen und findet sich auf Github. Dort gibt es auch eine Anleitung, die erklärt, wie Linux-Nutzer die Software aus dem Quellcode übersetzen können.

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