Abo
  • Services:

Security: Microsoft zahlt 24.000 US-Dollar für Outlook.com-Lücke

Eine Sicherheitslücke in der OAuth-Implementation ermöglichte einem Angreifer, E-Mail-Accounts zu übernehmen. Microsoft hat die Sicherheitslücke geschlossen und ein Bug-Bounty ausgezahlt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Screenshot des von Wineberg programmierten Proof-of-Concepts
Ein Screenshot des von Wineberg programmierten Proof-of-Concepts (Bild: Wesley Wineberg)

Microsoft hat dem Sicherheitsforscher Wesley Wineberg 24.000 US-Dollar für die Entdeckung einer Sicherheitslücke im Authentifizierungsmechanismus login.live.com gezahlt. Wineberg beschreibt in einem Blogpost einen Cross-Site-Request-Forgery-Angriff (CSRF), um mittels eines OAuth-Tokens Zugriff auf die Mails der Nutzer zu bekommen.

Stellenmarkt
  1. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven

Login.live.com wird als zentrales Portal zum Einloggen in alle Onlinedienste von Microsoft genutzt. Die üblichen Verfahren waren nach Angaben von Wineberg gut gesichert, so dass er im alternativen OAuth-Login-Verfahren nach Schwachstellen suchte.

OAuth ist ein offener Standard, mit dem sich Webnutzer mit Hilfe bestehender Accounts bei anderen Webseiten einloggen können. Unterstützt wird der Standard unter anderem von Microsoft, Google, Facebook und Twitter. Um den Nutzer gegenüber der Webseite zu authentifizieren, überträgt OAuth ein Identifizierungs-Token. Nutzer müssen den Zugriff der Applikation dann mit einem Klick bestätigen.

Erfolgreicher Exploit setzt Nutzer-Login voraus

Wineberg gelang es, eine gefälschte App zu entwickeln, die die OAuth-Prozedur umgeht. Dazu nutzte er eine CSRF-Schwäche, die er mit Hilfe eines Canary-Tokens entdeckt hatte. Mit einem von ihm entwickelten Proof-of-Concept gelang ihm der Nachweis der Sicherheitslücke. Die einzigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Exploit sind seinen Angaben zufolge, dass der Nutzer eingeloggt ist, ein gültiger Session-Token im Cookie vorhanden ist und der Nutzer eine manipulierte Webseite aufruft.

Mit dem Angriff soll es möglich gewesen sein, dauerhaften Zugriff auf E-Mails und das Adressbuch zu erhalten. Wineberg meldete die Sicherheitslücke ausweislich seines Blogposts zwei Tage nach der Entdeckung am 25. August 2015 an Microsoft. Microsoft patchte die Lücke demnach am 15. September und zahlte dem Sicherheitsforscher für die Entdeckung der Lücke einen Bug-Bounty von 24.000 US-Dollar.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 99,99€ (versandkostenfrei)
  2. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)

3dfx 10. Okt 2015

Aluhut levitiert und glüht! Ich glaube nicht, dass die NSA bei solch Lücken ansetzt, die...

ha00x7 09. Okt 2015

Zwei Monate? Wo machst du denn Urlaub? Oo


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  2. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform
  3. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Unterhändler einigen sich auf Urheberrechtsreform

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

    •  /