Security: Malware-Angriff auf Gigaset-Smartphones

Wird mit einem Android-Update Schadsoftware auf den Smartphones der ehemaligen Siemens-Tochter installiert?

Artikel veröffentlicht am ,
Smartphones von Gigaset (Smybolbild): ungewöhnliches Verhalten nach Update
Smartphones von Gigaset (Smybolbild): ungewöhnliches Verhalten nach Update (Bild: Gigaset)

Smartphones des deutschen Herstellers Gigaset werden derzeit mit Malware angegriffen. Wie die Schadsoftware auf die Geräte gelangt, ist noch unklar. Möglicherweise wurde ein Update-Server gehackt.

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Die Probleme seien vor einigen Tagen aufgetreten, schreibt der Autor Günter Born in seinem Blog. Leser hätten ihm von merkwürdigem Verhalten ihrer Geräte berichtet. Auch im Google-Support-Forum berichten Nutzer über Probleme.

Browser-Fenster mit Werbung erscheinen

So öffneten sich etwa von selbst Browser-Fenster mit Werbung oder Weiterleitungen zu Glücksspielseiten. Möglicherweise werden Nachrichten von den Geräten aus verschickt - der Dienst Whatsapp hat offensichtlich einige Nutzerkonten wegen merkwürdiger Aktivitäten gesperrt. Weitere Anzeichen für die Malware sind demnach, dass die Smartphones langsam werden und der Akku schnell leer ist.

Ob auch Daten von den Geräten kopiert wurden, lässt sich laut Born noch nicht sagen. Es gibt Tipps, was getan werden kann, wenn ungewöhnliche Vorgänge auf einem Gigaset-Smartphone festgestellt werden.

Woher kommt die Schadsoftware?

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Unklar ist, wie Smartphones der ehemaligem Siemens-Tochter mit der Schadsoftware infiziert werden. Es besteht der Verdacht, dass einer der Server, die die Android-Updates für die Gigaset-Smartphones ausliefern, gehackt wurde und nun die Schadsoftware ausliefert. Alternativ könnte auch ein SIM-Diensteanbieter betroffen sein.

Gigaset war eine Marke der Siemens Home and Office Communication Devices, bekannt als Hersteller von schnurlosen DECT-Telefonen. Seit 2018 werden unter dieser Marke Smartphones in Bocholt in Nordrhein-Westfalen produziert.

Nachtrag vom 7. April 2021, 11:13 Uhr

Gigaset hat uns auf den Bericht folgende Stellungnahme geschickt:

"Im Rahmen von routinemäßigen Kontrollanalysen ist uns aufgefallen, dass bei einigen älteren Smartphones Probleme mit Schadsoftware aufgetreten sind. Diese Erkenntnis wurde auch durch Anfragen von einzelnen Kunden bestätigt.

Wir nehmen das Thema sehr ernst und arbeiten intensiv an einer kurzfristigen Lösung für die betroffenen Nutzer.

Dabei arbeiten wir eng mit IT-Forensikern und den zuständigen Behörden zusammen. Wir werden die betroffenen Nutzer schnellstmöglich informieren und Informationen zur Lösung des Problems bereitstellen.

Wir gehen davon aus, dass wir binnen 48 Stunden weitere Erkenntnisse, bzw. eine Lösung des Sachverhalts anbieten können.

Wichtig ist an dieser Stelle auch zu erwähnen, dass nach aktuellem Kenntnisstand der Vorfall nur ältere Geräte betrifft.

Wir gehen derzeit davon aus, dass die Geräte GS110, GS185, GS190, GS195, GS195LS, GS280, GS290, GX290, GX290 plus, GX290 PRO, GS3 und GS4 nicht betroffen sind."

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M.P. 06. Apr 2021

Ich habe beim Erstellen meines Posts auf Holz geklopft - kann nix passieren ;-) Im...

eXmendiC 06. Apr 2021

Würde selber als erstes empfehlen das Handy gar nicht mehr zu nutzen und ein Alternativ...

OMGle 06. Apr 2021

S in Android stands for security

ElMario 05. Apr 2021

Kurz vorm Wochenede ging es los ja, also Freitag is korrekt. Born hat auch immer...

scrumdideldu 05. Apr 2021

Bei uns ist ein Zweithandy betroffen das nur beruflich für einen Token-Generator genutzt...



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