Abo
  • Services:

Security: Linux-Desktops brauchen bessere Verteidigung

Die Sicherheit von Desktop-Umgebungen unter Linux könnte besser sein. Der Sicherheitsforscher und Google-Angestellte Matthew Garrett stellt deshalb Verteidigungsstrategien vor. Deren vollständige Umsetzung wird aber wohl noch Jahre dauern.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Die Gnome-Community sorgt sich um die Sicherheit des Linux-Desktops.
Die Gnome-Community sorgt sich um die Sicherheit des Linux-Desktops. (Bild: Gnome)

Fehlende Isolierung, kaputte Parser, jahrzehntealter Code ohne Sicherheitskonzepte - die Probleme für die Sicherheit von Linux-Desktops sind so zahlreich, dass einige Forscher sogar Windows 10 für sicherer halten als Linux. Der bei Google für die Sicherheit der Unternehmensrechner zuständige Matthew Garrett beschreibt deshalb auf der Gnome-Konferenz Guadec einige Strategien, um diese Probleme zu lösen.

Inhalt:
  1. Security: Linux-Desktops brauchen bessere Verteidigung
  2. Richtige Kombination von Buzzwords

Wie zuvor bereits der Mitbegründer des Gnome-Projekts Federico Mena Quintero weist auch Garrett in seinen Ausführungen darauf hin, dass C eine "schreckliche" Programmiersprache und der Code von Parsern meist "furchtbar" sei. Beides vereint sei einfach nur "extrem schlecht". Als Abhilfe hierfür empfiehlt Garrett wie Mena die Verwendung der Sprache Rust.

Doch eine sichere Sprache allein löse nicht alle Probleme, sagt Garrett. So werde es immer Fehler in der Software geben, etwa in der Logik des Programms. Deshalb sei es natürlich wichtig, Updates für Programme zu erstellen und diese auch einzuspielen. Aber auch Updates seien nicht ausreichend.

Denn viele Nutzer, auch technisch versierte, meiden nach Darstellung von Garrett das unmittelbare Einspielen von Updates, etwa weil dies den Arbeitsablauf unterbricht. Updates werden auch deshalb vermieden, weil damit oft nicht nur Sicherheitslücken behoben, sondern auch neue Funktionen in die Software eingepflegt werden, die Nutzer eventuell nicht wollen. Letztlich gilt laut Garrett auch die banale Tatsache, dass "Angreifer nicht auf Updates warten", sondern versuchen, die Lücken vorher auszunutzen.

Vorwärtsverteidigung unter Linux

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. Software AG, Berlin

Das Angriffsrisiko muss Garrett zufolge also so weit wie möglich reduziert werden. Dafür muss aktiv an bestimmten Techniken und Ideen gearbeitet werden. Als Beispiel hierfür dient nicht nur der Port der Bibliothek Librsvg von C nach Rust, sondern auch die inzwischen umgesetzten Arbeiten an dem Prozess, der Thumbnails auf dem Gnome-Desktops erzeugt.

Statt wie bisher einfach alle mögliche Dateien vollautomatisiert in einem Prozess der aktuellen Desktop-Sitzung zu parsen, kann sich dieser Vorgang theoretisch für jeden einzelnen Parse-Vorgang isolieren lassen. Dank diverser Wrapper und "Hunderter Zeilen von Boilerplate-Code" passiert künftig genau das. Genutzt wird hierfür eine Kombination aus Bubblewrap und Seccomp, das zum Filtern von Systemaufrufen verwendet wird. Details zu der Technik finden sich im Blog des zuständigen Entwicklers Bastien Nocera.

Isolation für alle

Ein derartige Isolation sollte, so Garrett, möglichst weitreichend in der Desktop-Sitzung umgesetzt werden. Und zwar nicht nur für Hintergrunddienste wie den Thumbnail-Ersteller, sondern eben für alle grafischen Anwendungen. Beispielhaft illustriert Garrett hier die theoretischen Auswirkungen einer vollständigen Isolation für den Dokumententenbetrachter Evince.

Auch wenn es Angreifern gelingen würde, Evince etwa über ein manipuliertes PDF zu übernehmen, wäre das idealerweise auch schon alles, was damit erreicht werden könnte, da der Zugriff auf den Rest der Sitzung durch eine gut umgesetzte Isolation verhindert wird. Das umfasst etwa den Zugriff auf das Dateisystem oder bestimmte Ressourcen wie Passwörter, die anderweitig zur Verfügung gestellt werden, aber dank der Isolation geschützt sind.

Richtige Kombination von Buzzwords 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 295,99€ (Vergleichspreis ca. 335€) - Aktuell günstigste 2-TB-SSD!
  2. (einzeln für 99€, 2er-Set für 198€ und 3er-Set für 297€)
  3. 194,90€ + Versand mit Gutschein: RYZEN20 (Bestpreis!)
  4. 309€ + Versand mit Gutschein: RYZEN20 (Bestpreis!)

Teebecher 03. Aug 2017

Root Account aktivieren. Administrative Sachen per ssh von einer 2. Kiste aus machen...

lear 03. Aug 2017

Oder Programme installieren - das ist der zentrale Schutz gegen Malware: Du läßt sie gar...

Technik Schaf 03. Aug 2017

kommt darauf an wie groß die schnittmenge von Designer und Programmierern ist. und ein...

Technik Schaf 03. Aug 2017

ist die größere Provokation nicht dieser thread hier? heee warum streitet ihr nicht...

Anonymer Nutzer 02. Aug 2017

die features gibt es, aber sie werden zu wenig flächendeckend angewendet.


Folgen Sie uns
       


Google Home Max im Test

Der Home Max ist Googles teuerster smarter Lautsprecher. Mit einem Preis von 400 Euro gehört er zu den teuersten smarten Lautsprechern am Markt. Der Home Max kann wahlweise im Hoch- oder Querformat verwendet werden und liefert einen guten Klang, schafft es aber nicht, sich den Rang der Klangreferenz zu erkämpfen. Dafür liegt der Home Max bei der Mikrofonleistung ganz vorne und gehört damit zu den besten Google-Assistant-Lautsprechern am Markt.

Google Home Max im Test Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
    Apple
    iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

    Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

    1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
    2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
    3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

    Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
    Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
    Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

    In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
    2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

      •  /