Abo
  • Services:

Security: Katzen als Wardriver

Streunende Nachbarkatzen könnten bald zu gefährlichen Hackerwerkzeugen werden. Mit dem Warkitteh-Halsband können sie unsichere WLANs aufspüren.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit solchen Chips können auch Katzen auf Wardriving-Tour gehen.
Mit solchen Chips können auch Katzen auf Wardriving-Tour gehen. (Bild: Spark Devices)

Statt toten Mäusen und Vögeln könnten Katzen ihren Besitzern bald ein ganz anderes Geschenk machen: eine Liste offener WLANs in der Nachbarschaft. Den gefährlichen Trend hat der Sicherheitsforscher Gene Bransfield angestoßen. Ausgerechnet auf der Hackerkonferenz Def Con 22 wird er dem Publikum das perfide Werkzeug vorstellen, mit dem streunende Stubentiger die drahtlosen Netzwerke in ihrer Nachbarschaft ausschnüffeln können: das Warkitteh-Halsband.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, München (Home-Office möglich)
  2. über duerenhoff GmbH, Karlsruhe

Bransfield hat viel Zeit und Geld in die Entwicklung seines tierischen Angriffs auf WLANs gesteckt. Gleich zwei Katzen mussten für seine Experimente herhalten. Erst war Skitzy dran, die Katze einer Mitarbeiterin. Ihr verpasste Bransfield eine Hundejacke samt eines HTC Desire. Skitzy konnte sich offenbar damit nicht anfreunden und wand sich elegant aus dem Wearable. Das Smartphone verschwand spurlos von seiner letzten bekannten Position. Eine Katastrophe, sagte Bransfield zu Wired. Skitzy schulde ihm noch ein Smartphone.

Katzen tragen Miniplatinen

Dann zeigte ihm jemand ein Halsband mit integriertem GPS-Sender. Bransfield fand, dass dazu noch ein WLAN-Sniffer gehöre. Die Idee für das Warkitteh-Halsband war geboren. Bransfields Frau Nancy nähte die Arduino-kompatible Kleinstplatine Spark Core samt integriertem WLAN-Chip in ein Halsband. Dazu kamen ein GPS-Empfänger sowie ein Akku. Auf dem Spark lassen sich so alle wesentlichen Daten über die drahtlosen Netzwerke sammeln, an denen sich die Hauskatze vorbeischleicht.

Skitzy entpuppte sich aber auch mit dem neuen Halsband als vollkommen untauglicher tierischer Hacker. Denn sie blieb einfach auf der Terrasse sitzen, bis der Akku leer war. Jetzt kam Coco ins Spiel, das Haustier der Großmutter von Bransfields Ehefrau. Coco erwies sich als enorm versierte Wardriving-Katze. Sie entdeckte innerhalb von drei Stunden 23 WLANs. Davon waren immerhin zwei Drittel offen oder verwendeten WEP. Es wäre ein Leichtes, darüber Gigabyte-weise Katzen-Content auf Kosten der Nachbarn herunterzuladen.

Obacht vor Katzen beim Wardriving

Die im Warkitteh-Halsband verwendete Platine Spark Core hat ihr Kickstarterziel bereits vor einem Jahr erreicht. Nach Bransfields Vortrag dürfte die Verbreitung der Platinen sprunghaft ansteigen und die Furcht von WLAN-Betreibern vor Katzen aller Couleur ebenfalls. Ein genaue Anleitung zu dem Warkitteh will Gene Bransfield am Sonntag auf der Def Con 22 präsentieren. Der Titel des Vortrags: Weaponizing Your Pets: The War Kitteh and the Denial of Service Dog.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 149,90€ + Versand (im Preisvergleich ab 184,95€)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  4. 1.299,00€

Pwnie2012 11. Aug 2014

Das is klar. Mir ging es eher um Katzen, die dem hacker gehören. Und eigentlich finde ich...

AlphaStatus 11. Aug 2014

Wir hatten mal einen 8kg (oder warens 10kg? Ist schon ne weile her) schweren, sehr großen...

AlphaStatus 11. Aug 2014

Die amis haben keine störerhaftung.

AlphaStatus 11. Aug 2014

Als Katzenbesitzer ist jeden tag "tag-der-katze".

AlphaStatus 11. Aug 2014

Ein wlan muss nicht unverschlüsselt sein um unsicher zu sein. WEP ist so unsicher dass...


Folgen Sie uns
       


Apple iPad Pro 2018 - Fazit

Mit dem neuen iPad Pro 12.9 hat Apple wieder ein großes Tablet vorgestellt, das sehr leistungsfähig ist und sich deshalb für eine große Bandbreite an Aufgaben einsetzen lässt. Im Test stellen wir aber wie bei den Vorgängern fest: Ein echtes Notebook ist das Gerät immer noch nicht.

Apple iPad Pro 2018 - Fazit Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /